Karstadt
Geschäfte beim Warenhaus-Riesen laufen wieder besser

Offenbar findet der angeschlagene Warenhauskonzern Karstadt langsam wieder in die Spur. Der Aufwärtstrend habe sich im vergangenen Halbjahr fortgesetzt, sagt der Arbeitsdirektor. Noch sei der Weg aber weit.

DüsseldorfDie Sanierungsbemühungen beim Warenhauskonzern Karstadt zeigen erste Erfolge. Nachdem im Bilanzjahr 2014/15 (Ende September) das operative Ergebnis um 62 Millionen Euro besser ausgefallen sei, habe sich der Aufwärtstrend fortgesetzt, sagte Arbeitsdirektor Miguel Müllenbach der Tageszeitung „Die Welt“. „Nach sechs Monaten des aktuellen Geschäftsjahres setzt sich die positive Ergebnisentwicklung fort, und wir liegen per Ende März im operativen Ergebnis erneut über 30 Millionen Euro besser als im Vorjahr.“ Doch es gebe noch einen weiten Weg, „um auch beim Jahresüberschuss profitabel zu werden.“

Den Arbeitnehmervertretern warf Müllenbach Irreführung und Geschäftsschädigung vor, wenn sie erklärten, Karstadt wolle 30 Prozent Fläche abgeben und deshalb würden entsprechend Stellen abgebaut. Das sei „böswillig und bewusst falsch.“ Das Management wolle zwar Flächen vermieten und dadurch zusätzliche Einnahmen erzielen. „Eine Veränderung dieser Größenordnung wäre erstens nicht kurzfristig umsetzbar und zweitens rechne ich in ein paar Jahren im besten Fall mit einer Flächenumwidmung um die zehn Prozent“, sagte Müllenbach.

Der Manager betonte, dass es noch keine Annäherung in den Tarifgesprächen mit der Gewerkschaft Verdi gebe. „Wir haben uns offen für alle denkbaren Lösungen gezeigt und Verdi immer wieder aufgefordert, eigene Vorschläge einzubringen. Aber was ist bislang gekommen? Nichts.“

Karstadt hatte bereits im vergangenen Jahr mit der Vergabe von Flächen begonnen, eine erste Partnerschaft war der Konzern dazu mit dem Buchhändler Hugendubel eingegangen. Die Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft Verdi sind bislang ohne greifbare Ergebnisse geblieben. Um sich Lohnerhöhungen zu sparen, hatte die Karstadt-Führung im Mai 2013 zudem eine „Tarifpause“ für die damals noch rund 17.000 Beschäftigten ausgerufen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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