Karstadt Online-Geschäft erstmals in den schwarzen Zahlen

Seit mehr als 15 Jahren ist Karstadt auch online erreichbar. Nun gab der Online-Chef des Warenhauskonzerns bekannt: Erstmals habe die Sparte in den vergangenen zwei Quartalen einen Gewinn erwirtschaftet.
Auf Karstadt.de können Kunden Waren bestellen und in den Filialen abzuholen, aber auch umtauschen und zurückgeben. Quelle: Reuters
Karstadt.de

Auf Karstadt.de können Kunden Waren bestellen und in den Filialen abzuholen, aber auch umtauschen und zurückgeben.

(Foto: Reuters)

BerlinDer Essener Warenhauskonzern Karstadt hat sein Online-Geschäft umgekrempelt und sieht erste Erfolge. „Karstadt.de schreibt erstmals schwarze Zahlen“, sagte Karstadt-Online-Chef Klaus Haensch der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ (WAZ, Samstagausgabe) laut Vorabbericht. Karstadt.de ist nach Unternehmensangaben seit 2001 online, das Vorgängerformat Myworld sogar seit 1996. Im Schnitt verzeichnet Karstadt eigenen Angaben zufolge monatlich rund 2,5 Millionen Besucher auf den Online-Seiten. Genaue Zahlen zu Umsatz und Ergebnis nennt Haensch nicht, aber es gebe Fortschritte, sagte er.

Karstadt verzeichne im Online-Geschäft in den zwei zurückliegenden Quartalen bessere Zahlen als in den Vorjahresmonaten und liege damit besser als in den internen Planungen vorgesehen. Eine Verknüpfung von Filial- und Onlinehandel wird auch für Karstadt wichtiger. Das Unternehmen bietet beispielsweise die Möglichkeit, Waren online zu bestellen und in den Filialen abzuholen, aber auch umzutauschen und zurückzugeben.

Das kauften Verbraucher 2015 im Internet
Online-Handel
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Bequem vom Sofa aus rund um die Uhr shoppen: Online einkaufen gewinnt seit langem an Beliebtheit und auch in diesem Jahr hielt der Wachstumstrend an. 52,8 Milliarden Euro – so viel haben Verbraucher einer Prognose des Centre for Retail Research zufolge 2015 für Bestellungen im Internet ausgegeben. Das Schnäppchen-Portal mydealz.de hat 60 Millionen von ihm im Jahresumlauf vermittelte Transaktionen unter die Lupe genommen. Auf diese Weise haben die Experten ermittelt, welche Produkte besonders hoch in der Gunst der Konsumenten standen, wann sie am meisten online einkauften, und wie sehr mobile Endgeräte zum Umsatz beigetragen haben.

Quelle: mydealz.de/Centre for Retail Research

Der Umsatz steigt
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Der Umsatz für Online-Händler ist in diesem Jahr deutlich gestiegen, nämlich 23,1 Prozent gegenüber 2014. Somit trugen Internetkäufe 11,6 Prozent zum gesamten Handelsumsatz bei.

Deutsche als Zweitplatzierte
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Die Deutschen sind in Sachen Online-Shopping vorne dabei: Pro Kopf gaben deutsche Verbraucher 654,84 Euro beim Einkauf im Internet aus. Damit liegt Deutschland beim Online-Einkauf aber an zweiter Stelle. Platz eins belegen die internetaffinen Briten, die pro Person Waren im Wert von umgerechnet 964,74 Euro bestellten. Auf Platz drei landen die Franzosen mit 553,23 Euro.

Was wird am meisten gekauft?
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Am meisten werden Elektronik, Mode und Haushaltsbedarf per Mausklick gekauft. 18,8 Millionen von mydealz vermittelte Konsumenten kauften Fernseher, Smartphones oder Spielekonsolen im Netz. Im Vergleich zu 2014 legte der Online-Handel mit Elektroprodukten damit um 4,3 Prozent zu. 9,7 Millionen (Anstieg um 11,3 Prozent) shoppten Schuhe, Jeans oder Pullover online und 7,7 Millionen Verbraucher (Anstieg um 18,2 Prozent) entschieden sich für Waren wie Geschirr, Handtücher oder Küchenmesser.

Lebensmittel im Internet
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Bislang erledigen nur Briten und Franzosen ihre Wochenendeinkäufe vom Schreibtisch aus. Doch auch deutsche Verbraucher schieben nicht mehr länger Einkaufswagen durch Supermärkte. Lebensmittel rangieren bei mydealz.de 2015 erstmals unter den Top Fünf der am stärksten nachgefragten Produkte.

Obst und Gemüse per Klick
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Insgesamt kauften 2,87 Millionen Konsumenten Kaffee, Schokolade, Wein oder Spirituosen im Internet. Während die Zahl gegenüber dem Vorjahr um 24,5 Prozent (2014: 1,1 Milliarden) gestiegen ist, rechnet die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) mit einem Wachstum von mehr als sieben Milliarden Euro im Jahr 2024.

Einsatz von mobilen Endgeräten
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31,6 Prozent der 275 Millionen Besucher, die sich 2015 mithilfe von mydealz.de über Angebote von Online-Shops und lokalen Händlern informiert haben, riefen das Portal über mobile Endgeräte auf — 6,6 Prozent mehr als noch im vergangenen Jahr. Der Einkauf über Smartphones und Tablets verdoppelte sich sogar.

  • rtr
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