Karstadt plant Comeback
Warenhauskette will Verluste hinter sich lassen

Nach der Sanierung will Karstadt im laufenden Geschäftsjahr wieder raus aus den roten Zahlen. Immobilien-Investor Rene Benko hatte Karstadt 2014 übernommen und der Warenhauskette einen umfassenden Sparkurs verordnet.

DüsseldorfDie Warenhauskette Karstadt will die Früchte ihrer Sanierung einfahren und peilt an, im laufenden Geschäftsjahr 2015/16 auch unter dem Strich wieder Geld zu verdienen. „Insgesamt erwartet Karstadt (...) erstmals seit Jahren wieder ein nahezu ausgeglichenes Jahresergebnis, welches auf einer operativen Ergebniserwartung (Ebitda) im mittleren zweistelligen Millionenbereich fußt“, teilte der Essener Konzern in seinem Geschäftsbericht für das Jahr 2014/15 mit, der am Dienstag im Bundesanzeiger einzusehen war. „Ertragssteigerungen, Effizienzverbesserungen und Kosteneinsparungen“ aus der Sanierung wirkten sich positiv auf die Ergebnissituation aus.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014/2015 (Ende September) hatte die Kette trotz eines Umsatzrückgangs von rund 6,6 Prozent ein operatives Ergebnis (Ebitda) von 12,9 Millionen Euro eingefahren, im Jahr zuvor stand hier noch ein Verlust von 49,5 Millionen Euro.

Unter dem Strich schrieb Karstadt aber noch deutlich rote Zahlen: Der Jahresfehlbetrag summierte sich auf 64,78 Millionen Euro. Immerhin konnte Karstadt den Verlust damit aber eindämmen: 2013/14 hatte die Kette noch einen Jahresfehlbetrag von über 190 Millionen Euro verbucht.

Karstadt war 2014 vom österreichischen Immobilien-Investor Rene Benko übernommen worden. Er setzte bei dem Kaufhof-Konkurrenten zunächst den Rotstift an. Unprofitable Warenhäuser in Stuttgart und Hamburg wurden bereits geschlossen. Über 2000 Mitarbeiter mussten gehen.

Zudem lichtete Karstadt-Chef Stephan Fanderl den Markendschungel im Sortiment und setzt verstärkt auf eine lokale Ausrichtung der Warenhäuser. Das Sanierungsprogramm ist laut Geschäftsbericht darauf angelegt, „nach erfolgter Umsetzung eine nachhaltige, wettbewerbsfähige, operative Rendite von mehr als 2,5 Prozent vom Umsatz zu erzielen.“

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%