Karstadt

Stellenabbau bei Feinkost-Tochter Perfetto

Karstadt kürzt bei seiner Feinkost-Tochter Perfetto: Etliche der rund 2000 Jobs sollen wegfallen. Karstadt-Chef Stephan Fanderl sieht das bisherige Geschäftsmodell als „gescheitert“ an.
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Perfetto ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Karstadt mit dem Einzelhändler Rewe mit 43 Filialen. Quelle: dpa
Auf dem Prüfstand

Perfetto ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Karstadt mit dem Einzelhändler Rewe mit 43 Filialen.

(Foto: dpa)

DüsseldorfKarstadt-Chef Stephan Fanderl nimmt sich die nächste Baustelle vor: Die Feinkost-Tochter Perfetto soll deutlich schrumpfen, etliche der rund 2000 Jobs sollen wegfallen. In einem Brief des Managements an die Mitarbeiter, der dem Handelsblatt (Donnerstagausgabe) vorliegt, heißt es, dass Perfetto „nicht nur anhaltend defizitär ist, sondern das bisherige Geschäftsmodell der starken Fokussierung auf den Luxusbereich gescheitert ist“. Perfetto stelle einen erheblichen Sanierungsfall dar.

Das wird für die Mitarbeiter deutliche Einschnitte bringen. „Perfetto kommt deshalb nicht um einen Personalabbau herum“, heißt es in dem Brief weiter. Wie viele Jobs konkret auf der Kippe stehen, steht noch nicht fest. Außerdem soll Perfetto nach den Vorstellungen des Unternehmens eine „Tarifpause“ einlegen, also vorübergehend aus dem Tarifvertrag aussteigen, und die Zahlung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld einstellen. Auch die Marke „Perfetto“ selbst stehe auf dem Prüfstand.

Perfetto ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Karstadt mit dem Einzelhändler Rewe mit 43 Filialen. Nach den letzten bisher veröffentlichten Zahlen hat Perfetto im Jahr 2013 einen Jahresfehlbetrag von etwa zwei Millionen Euro erzielt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr soll sich der Verlust vervielfacht haben.

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