Karstadt
Verdi sieht erneut Tausende Jobs bedroht

Nach der Übernahme durch den Tiroler Immobilieninvestor Rene Benko hat das Karstadt-Management schon 2014 den Rotstift angesetzt. Nun droht den verbliebenen beschäftigten der nächste Kahlschlag. Verdi läuft Sturm.
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DüsseldorfDie Beschäftigten des Warenhausriesen Karstadt müssen unter dem neuen Eigner Rene Benko der Gewerkschaft Verdi zufolge einen neuen Kahlschlag fürchten. Insgesamt bedrohten Kürzungspläne der Eigner in den Waren- und Sporthäusern etwa 40 Prozent der verbliebenen rund 15.800 Mitarbeiter, teilte die Gewerkschaft am Freitag nach einer Sitzung ihrer Tarifkommission mit.

„Die Arbeitgeber haben (..) deutlich gemacht, dass sie in beiden Unternehmen weitere Filialschließungen und zusätzlichen Personalabbau planen“, kritisierte Verdi-Verhandlungsleiter Arno Peukes am Freitag: „Das ist eine Unverschämtheit.“ Zudem umfasse die Liste der von einer Schließung bedrohten Warenhäuser nun 28 Standorte – nach zuvor 21 Warenhäusern. Für sechs Standorte ist das Aus bereits besiegelt. Von Karstadt und Benkos Signa Holding waren am Nachmittag keine Stellungnahmen zu erhalten.

Verdi drohte mit Protesten der Belegschaft. „Die Pläne, die die Arbeitgeber auf den Tisch gelegt haben – Tarifverzicht und weitere Kahlschlagpolitik – sind für uns absolut inakzeptabel“, sagte Peukes mit Blick auf die bisherigen Verhandlungen. Die Arbeitgeber müssten ein „vernünftiges Angebot“ vorlegen: „Sonst sehen wir uns auf der Straße wieder.“

Der mit Umsatzrückgängen kämpfende Karstadt-Konzern hatte im Mai 2013 eine „Tarifpause“ ausgerufen – der Warenhausriese sparte sich so anders als Konkurrent Kaufhof Lohnerhöhungen. Verdi läuft dagegen Sturm. Für die Luxus-Häuser um das Berliner KaDeWe ist eine Rückkehr in die Tarifbindung vereinbart, für die übrigen Karstadt-Teile laufen Verhandlungen. Karstadt-Chef Stephan Fanderl pocht auf tiefe Einschnitte.

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„Benko muss sich an seinen Taten messen lassen“

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