Kartell-Beschwerde bei der EU
Ryanair greift Lufthansa an

Der Billigflieger Ryanair wirft den beiden führenden Fluggesellschaften Europas, Air France KLM und Lufthansa, unzulässige Preisabsprachen vor. Deshalb habe Ryanair bei der EU-Wettbewerbsbehörde Beschwerde eingereicht, sagte Unternehmenschef Michael O'Leary am Donnerstag in Hamburg. Beschuldigt sind auch weitere Gesellschaften.

HB FRANKFURT/BRÜSSEL. Außer Air France KLM und Lufthansa haben O'Leary zufolge auch deren Töchter Swiss und KLM am 25. September ihre Treibstoffzuschläge zwischen einem und fünf Euro erhöht. Die vier Fluggesellschaften hätten zusammen immerhin einen Marktanteil von 30 Prozent auf europäischen Kurzstrecken.

Lufthansa bestritt Absprachen mit Air France oder KLM. „Die Vorwürfe sind absolut haltlos. Es gab und gibt keine Preisabsprachen mit Wettbewerbern“, sagte ein Sprecher. Mit Blick auf die Swiss ist der Vorwurf aus Lufthansa-Sicht unsinnig. Mit einer 100-prozentigen Konzerntochter seien Absprachen zu den Flugpreisen erlaubt.

Viele Fluggesellschaften erheben bei steigenden Treibstoffkosten Zuschläge. Etliche Billigflieger wie Ryanair verzichten aber darauf und versuchen die Kosten anderweitig aufzufangen, zum Teil auch über unmittelbar höhere Ticketpreise.

O'Leary wies daraufhin, dass Anfang August die Fluggesellschaft British Airways wegen illegaler Absprachen ihrer Kerosinzuschläge mit dem Konkurrenten Virgin Atlantic zu einer Strafe von 400 Millionen Pfund verurteilt worden war. Virgin hatte die Absprachen angezeigt und blieb straffrei.

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