Kartellamt geht nicht gegen Unternehmen vor
Tui ist aus der Schusslinie

Der Reisekonzern Tui kann aufatmen. Das Bundeskartellamt geht nicht weiter gegen das Unternehmen wegen der Behinderung von Konkurrenten vor.

HB HANNOVER/DÜSSELDORF. Ein Verfahren wegen des Verdachts der Behinderung des Konkurrenten Holiday Jack sei eingestellt worden, teilten die Bonner Wettbewerbshüter am Dienstag mit. Die Behörde war dem Vorwurf nachgegangen, örtliche Mitarbeiter der Tui hätten in populären Urlaubsgebieten wie den Balearen, den Kanaren oder der Dominikanischen Republik „kartellrechtswidrig Einfluss“ auf die örtlichen Hoteliers genommen, damit diese keine Hotelzimmer an Konkurrenten abgeben.

Die Tui habe sich nun gegenüber dem Bundeskartellamt bereit erklärt, ihren Hotelpartnern schriftlich mitzuteilen, dass alle Mitarbeiter die Vorschriften des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) einhielten, teilte Europas größter Reisekonzern mit. So dürften Einkaufsabteilungen Wettbewerber nicht kartellrechtswidrig behindern. Das Kartellamt erklärte, es habe daraufhin die Untersuchung ohne Einleitung eines förmlichen Verfahrens beendet.

Holiday Jack wurde dem früheren Tui-Manager Jürgen Branse Anfang des Jahres in Spanien gegründet und ist seit Frühjahr auf dem Markt.

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