Kartellamt hat entschieden
Metro darf deutsche Wal-Mart-Märkte schlucken

Der Handelskonzern Metro hat grünes Licht für die Übernahme der 85 deutschen Märkte des US-Konkurrenten Wal-Mart bekommen. Das Bundeskartellamt hatte keine Einwände. Ob die Metro allerdings alle Filialen behalten will, ist fraglich.

HB DÜSSELDORF. Die Kartellwächter genehmigten die Übernahme ohne Auflagen, wie die Behörde am Mittwoch in Bonn mitteilte. Sie lasse eine marktbeherrschende Stellung von Metro weder entstehen noch verstärke sie sie. Der Marktanteil bleibe unter einem Drittel des Gesamtmarktes, und auch die Wettbewerber von Metro hätten ähnliche Anteile.

Mit der Entscheidung der Wettbewerbshüter könne der Kauf der Märkte nun abgeschlossen werden, teilte der Handelsriese mit. Metro will mit der Übernahme das Deutschland-Geschäft der lange mit Verlusten kämpfenden Tochter Real stärken. Ob alle 85 übernommenen Märkte aber tatsächlich im Metro-Konzern verbleiben werden, ist noch offen. Der Konzern wolle prüfen, „wie viele der 85 übernommenen Wal-Mart SB-Warenhäuser auf die Marke Real umgestellt werden“, hieß es. Die „überwiegende Zahl“ der Märkte solle aber künftig „Real“ heißen.

Die ersten Märkte sollten noch vor Beginn des Weihnachtsgeschäfts eröffnet werden. Der Rest der in Frage kommenden Standorte soll bis Mitte 2007 folgen. Auch die Unternehmenszentralen sollen zusammengelegt werden.

Der US-Kaufhausriese Wal-Mart hatte nach hohen Verlusten im Deutschland-Geschäft im Juli den Verkauf seiner 85 Supermärkte an Metro bekannt gegeben. Wal-Mart zieht mit dem Verkauf einen Schlussstrich unter das gescheiterte Projekt, im deutschen Einzelhandel Fuß zu fassen.

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