Kassen zahlen nicht
Krankenhaus in Rheda-Wiedenbrück pleite

In Nordrhein-Westfalen ist im ostwestfälischen Rheda-Wiedenbrück ein Krankenhaus während des laufenden Betriebes wegen Insolvenz geschlossen worden. Die Kassen weigerten sich, vom 1. Juli an die Kosten für das Evangelische Krankenhaus im Stadtteil Rheda zu übernehmen, sagte am Freitag der Sprecher der AOK Westfalen-Lippe, Karl-Josef Steden.

HB RHEDA-WIEDENBRÜCK. Nach Angaben der Krankenhaus-Verwaltung war sie erst am Donnerstag informiert worden, dass die Kassen eine weitere Frist zur Zusammenlegung der seit 1996 umstrittenen Klinik nicht einräumen wollten. Daraufhin wurden rund 50 Patienten mit Krankenwagen in andere Kliniken verlegt.

„Viele Krankenhäuser stehen finanziell mit dem Rücken zur Wand“, sagte der Sprecher der Krankenhausgesellschaft NRW, Lothar Kratz. In Rheda-Wiedenbrück sei es aber das erste Mal in Nordrhein-Westfalen, dass von einem Tag auf den anderen ein Krankenhaus geschlossen wurde. „Möglicherweise ist das auch bundesweit ein einmaliger Vorgang“, sagte Kratz. Das Gesundheitsministerium in Düsseldorf wurde nach Aussage einer Sprecherin von der Schließung überrascht. „Zur Zeit wird geklärt, wo die Missverständnisse vor Ort liegen.“

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