Kauf der Kö-Galerie

Allianz geht auf der Kö shoppen

Die Allianz kauft die Düsseldorfer „Kö-Galerie“. Die Immobilientochter des Versicherungskonzern lässt sich das Einkaufszentrum von dem US-Investor Blackstone einiges kosten.
Update: 22.04.2014 - 11:14 Uhr Kommentieren
Das international wohl bekannteste Markenzeichen Düsseldorfs ist die „Kö“. Dieser edelste Kilometer Deutschlands präsentiert sich als einer der großen Luxusboulevards der Welt. Quelle: picture-alliance / dpa/dpawebdpa/ picture alliance

Das international wohl bekannteste Markenzeichen Düsseldorfs ist die „Kö“. Dieser edelste Kilometer Deutschlands präsentiert sich als einer der großen Luxusboulevards der Welt.

(Foto: picture-alliance / dpa/dpawebdpa/ picture alliance)

Frankfurt/DüsseldorfDas Düsseldorfer Einkaufszentrum „Kö-Galerie“ gehört künftig dem Versicherungskonzern Allianz. Die Immobilientochter Allianz Real Estate zahlt nach eigenen Angaben vom Dienstag rund 300 Millionen Euro für die Shopping-Mall an der Königsallee.

Die „Kö“ gehört zu den meistfrequentierten Einkaufsstraßen in deutschen Städten. Die 20.000 Quadratmeter große Kö-Galerie mit 90 Läden auf drei Etagen hatte bisher dem US-Finanzinvestor Blackstone und dem Betreiber ECE gehört, der weiterhin das Management der Einkaufsmeile übernehmen soll. Zu dem Komplex gehören auch Büros („Kö-Höfe“) auf einer Fläche von weiteren 30.000 Quadratmetern.

Die Übernahme kommt nicht überraschend: Bereits im Janaur war bekannt geworden, dass die Immobilientochter der Allianz für das Einkaufszentrum bieten werde. Im Oktober 2013 hatte der für Mortgage Backed Securities (Hypothekenbesicherte Anleihen) zuständige Bereich der Commerzbank von Geboten für die Galerie berichtet, da die Schuldner eines 500 Millionen Euro Kredits, der an die mit der Liegenschaft verbundene Anleihe geknüpft sei, nicht zurückzahlen könnte. Fälligkeitstag war der 15. Oktober gewesen.

Das sind Deutschlands beliebteste Einkaufsmeilen
Europa Passage in Hamburg eröffnet
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Wo gehen die Deutschen am liebsten shoppen? Dieser Frage hat sich die BNP Paribas gewidmet und die Zahl der Passanten auf 85 Einkaufsstraßen in 25 Städten gemessen.

Die Europa Passage in Hamburg (Bild) liegt zwischen Alster und Mönckebergstraße – einer sehr beliebten Einkaufsmeile. Die Mönckebergstraße belegt zwar nur den 14. Platz im Ranking. Damit liegt sie aber immer noch deutlich vor der Tauentzienstraße, der frequenzstärksten Berliner Einkaufsmeile (Platz 28).

Shopping zwischen den Jahren - Handel erwartet starkes FinaleKönigsstraße
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Platz 10 – Königsstraße, Stuttgart

Zwar kein Spitzenreiter, aber in den Top Ten: 8066 Passanten passieren die Königsstraße stündlich. Damit belegt die Einkaufsmeile den zehnten Platz im Ranking von BNP Parabas Real Estate, im vergangenen Jahr war sie noch auf dem vierten.

Immobilien in Düsseldorf
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Platz 9 – Flinger Straße, Düsseldorf

Die Düsseldorfer Einkaufsstraße (im Bild: die Altstadt) rückt in die Spitzenklasse auf: Mit 8076 Passanten pro Stunde belegt sie im Ranking den neunten Platz. Wie eine Straße abschneidet, hängt nicht nur von den Geschäften ab. Auch das Wetter, besondere Veranstaltungen und Baustellen beeinflussen die Besucherzahlen.

Überfüllte Innenstadt von DortmundWestenhellweg
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Platz 8 – Westenhellweg, Dortmund

Tausende Menschen drängen sich über die Dortmunder Einkaufsstraße Westenhellweg. Genau genommen sind es stündlich 8810. Damit bleibt die Einkaufsmeile auf dem achten Platz. Der Westenhellweg bietet Shoppingbegeisterten eine Vielzahl von verschiedenen Geschäften an.

Neuer FC Bayern Fan-Shop
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Platz 7 – Neuhauser Straße, München

Im neuen FC Bayern Fan-Shop hängt bereits das neue Heimtrikot für die Saison 2013/2014. Das kürzlich eröffnete Geschäft befindet sich auf der Neuhauser Straße in München – der am zweithäufigsten besuchten Shoppingstraße in Bayern. Im BNP-Ranking kommt die Einkaufsmeile auf den siebten Platz. 8862 Passanten flanieren pro Stunde über die Neuhauser Straße.

AdventsbeleuchtungGeorgstraße
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Platz 6 – Georgstraße, Hannover

Auf der Georgstraße in Hannover wurden 9280 Passanten pro Stunde gezählt. Damit schafft es die Einkaufsmeile auf den sechsten Platz.

Niki-de-Saint-Phalle-Promenade wird eingeweihtBahnhofstraße Hannover
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Platz 5 – Bahnhofstraße, Hannover

Hannover bringt es im Ranking gleich auf zwei Erwähnungen. Neben der Georgstraße platziert sich auch die Bahnhofstraße im Ranking. 10.922 Passanten kommen hier pro Stunde vorbei.

Versicherer sind gerade in Zeiten niedriger Zinsen stets auf der Suche nach gewinnbringenden Investitionen. Immobilien gehören seit vielen Jahren dazu. Die Allianz-Tochter betreut Gebäude im Gesamtwert von rund 30 Milliarden Euro. Auch in Einkaufszentren haben die Münchner bereits investiert, so gehört etwa die Hamburger Europa-Passage zum Bestand, aber auch die Skyline-Plaza in Frankfurt oder Shopping Malls in Paris, Rom oder Budapest.

Allerdings ist der Anteil, den Einzelhandelsobjekte am gesamten Portfolio bisher ausmachen, aus Sicht der Allianz noch zu gering. 2013 habe der Anteil bei etwa 15 Prozent gelegen, bis 2016 solle er sich auf rund 30 Prozent etwa verdoppeln, sagte ein Sprecher des Unternehmens am Dienstag auf Nachfrage.

  • rtr
  • Bloomberg
  • dpa
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