Kaufhaus in der Krise
Karstadt verliert weiter Umsatz

Der angeschlagene Warenhausriese Karstadt kommt nicht aus der Krise. Im ersten halben Jahr muss der Handelskonzern weitere Absatzeinbußen verkraften. Immer weniger Kunden kommen in die Filialen.
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Der Warenhauskonzern Karstadt verliert weiter an Umsatz. Das belegen Zahlen aus einem internen Controlling-Bericht, der dem Handelsblatt (Montagsausgabe) vorliegt. In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres sank der Umsatz demnach um 3,9 Prozent auf 1,413 Milliarden Euro. Er blieb damit „1,9 Prozent hinter den Erwartungen zurück“, zitiert das Handelsblatt aus dem Bericht.

Der bereinigte operative Gewinn vor Abschreibungen (Ebitda) lag bei 25 Millionen Euro. Das waren nur eine Million Euro mehr als im Vorjahreszeitraum. Gerechnet hatte Karstadt mit 27 Millionen Euro. Unter dem Strich verlor der Essener Warenhauskonzern 34 Millionen Euro nach 35 Millionen Euro im Vorjahr. Ein Karstadt-Sprecher wollte sich auf Anfrage der Zeitung nicht zu den Zahlen äußern.

Seit Ende Februar führt die Schwedin und frühere Ikea-Managerin Eva-Lotta Sjöstedt die 83 Karstadt-Warenhäuser. Unter ihrer Leitung sind im März die Rabattaktionen zurückgegangen. Entsprechend hat sich die Marge in ihrem ersten Monat leicht verbessert.

Doch mit weniger Sonderangeboten und weniger Werbung kämen weniger Kunden in die Häuser, schreibt das Handelsblatt unter Berufung auf den internen Controlling-Bericht. Der Umsatz im Monat März sei gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 16,1 Prozent auf 178 Millionen Euro gesunken. Die Karstadt-Controller führten das jedoch zum Teil auch darauf zurück, dass das Ostergeschäft in diesem Jahr erst in den April fiel.

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Kirsten Ludowig
Kirsten Ludowig
Handelsblatt / Stellvertretende Ressortleiterin Unternehmen & Märkte

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