Kaufhaus
Metro prüft Börsengang von Kaufhof

Metro bastelt an einer neuen Struktur - und dazu könnte auch der Börsegang von Kaufhof gehören. Zudem spricht der Dax-Konzern mit Interessenten über Verkauf der Warenhauskette Real. Offenbar erwartet Haniel Taten.

DüsseldorfDie Düsseldorfer Metro AG unternimmt einen neuen Anlauf, den Konzern umzubauen – unter anderem erwägt das Unternehmen einen Börsengang der Kaufhof-Gruppe.

Die Warenhauskette, mit 3,6 Milliarden Euro Umsatz kleinste der vier Metro-Sparten, sei nicht internationalisierbar, sagte Vorstandschef Eckhard Cordes schon 2008. Deshalb müsse sie verkauft werden.

Doch alle bisherigen Versuche scheiterten. Zuletzt hatte Cordes gehofft, die 124 Standorte der Kaufhof-Gruppe nach der Pleite des Wettbewerbers Karstadt für zwei bis drei Milliarden Euro losschlagen zu können. Doch das war potenziellen Käufern selbst für einen Quasi-Monopolisten zu viel.

Lockere Gespräche mit Banken

Jetzt wagt Metro einen neuen Anlauf. „Es gibt lockere Gespräche mit Banken über einen möglichen Börsengang“, sagt ein Konzernmanager. Zu klären sei vor allem, was mit den Immobilien geschehen soll. Rund die Hälfte der Kaufhof-Standorte gehört dem Konzern. Allerdings: „Das Börsenklima ist derzeit alles andere als ermutigend“, sagt dazu ein Konzernsprecher.

Auch beim Verkauf der Warenhauskette Real geht der Düsseldorfer Konzern in die Offensive. „Uns liegen erste Anfragen von Investoren vor, die sich für den Kompletterwerb unserer SB-Warenhaustochter Real interessieren“, sagte ein Konzernmanager und bestätigte einen entsprechenden Bericht der „Lebensmittel-Zeitung“. Bislang hätten sich Kaufwillige allein für das profitablere Auslandsgeschäft der Metro-Tochter begeistern können. Nun gebe es erstmals auch Interesse an den deutschen Märkten von Real.

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