Kaufhauskette
142 Woolworth-Filialen kriegen eine Chance

Woolworth darf gesundschrumpfen: Der Gesamtbetriebsrat der insolventen Kaufhauskette hat einem Fortführungskonzept zugestimmt. Mit dem bleiben die 142 der 311 Filialen erhalten, die nach Expertenansicht die besten Überlebenschancen haben.

HB FRANKFURT. Das Sortiment der betroffenen Filialen soll verkleinert werden. „Mit dem Konzept könnte etwas weniger als die Hälfte der Arbeitsplätze gerettet werden“, sagte der Insolvenzverwalter Ottmar Hermann.

Alle 9300 Beschäftigten sollen ab Juli für mindestens sechs Monate in eine Transfergesellschaft wechseln. Hermann hofft, sie an potenzielle Käufer der kleinen Woolworth-Standorte vermitteln zu können, die geschlossen werden. An den „Mini-Läden“ haben mehrere große Filialketten Interesse angemeldet.

Die mittelgroßen Filialen mit 900 bis 1600 Quadratmetern will Hermann nach der für die nächste oder übernächste Woche erwartete Eröffnung des Insolvenzverfahrens zunächst über eine Auffanggesellschaft „Neue Woolworth Deutschland“ selbst mit je 25 bis 30 Mitarbeitern weiter betreiben. Insolvenzverwalter Hermann muss dafür aber noch mit Vermietern über neue Verträge verhandeln. Ein Drittel der Immobilien gehören dem Finanzinvestor Cerberus. Einen neuen Investor für Woolworth hat Hermann bisher nicht gefunden. Um das Konzept umzusetzen, hatte Hermann den ehemaligen Karstadt-Manager Heinz Thünemann eingesetzt.

Die Karstadt-Muttergesellschaft Arcandor hatte vor kurzem ebenfalls Insolvenz angemeldet. Für die aus ehemaligen kleineren Karstadt-Häusern bestehende, insolvente Hertie-Kette hatte sich kein Käufer gefunden. Die 54 Warenhäuser machen in den nächsten Monaten nach einem Schlussverkauf dicht.

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