Kaufhauskonzern
Sinn-Leffers-Filialen schließen

Am Dienstag stellten mehrere Geschäfte der insolventen Modekette den Betrieb ein. Mit den übrigbleibenden 24 größeren und leistungsstärkeren Standorten will Sinn-Leffers neu durchstarten.

HB HAGEN. Am Dienstag stellten die Geschäfte in Mülheim an der Ruhr, Leipzig, Pforzheim und Potsdam den Betrieb ein. 17 weitere Filialen unter anderem in Gelsenkirchen, Wuppertal und Recklinghausen würden bis Freitag geschlossen, sagte Unternehmenssprecher Jörg Nolte am Dienstag. Der Standort in Duisburg werde in einen Outlet-Store umgewandelt, bereits am 30. Januar war in Chemnitz-Röhrsdorf Kassenschluss. Zum Monatsende gibt es in den meisten Filialen betriebsbedingte Kündigungen.

Die Mitarbeiter seien bereits im Oktober über die Pläne informiert worden, sagte Nolte. Insgesamt 900 von 2 360 Vollzeitstellen fallen mit den Schließungen weg. Das bedeutet das Aus für 1 350 der bundesweit 3 700 Mitarbeiter. Mit den übrigbleibenden 24 größeren und leistungsstärkeren Standorten hat Sinn-Leffers laut Nolte nun die Hoffnung zu überleben. Für das Geschäftsjahr 2008/09 werde ein Umsatz von 310 Millionen Euro erwartet. "Mit einem solchen Umsatz würden wir wieder zurück in die Profitabilitätszone geführt", sagte Nolte.

Über den ausgearbeiteten Insolvenzplan müssen am 9. März noch die Gläubiger abstimmen. Das Ergebnis sei völlig offen. Trotzdem betonte Nolte: "Wir sind da sehr optimistisch und zuversichtlich." Segnen die Gläubiger den Plan ab, könnte Sinn-Leffers schon im April aus der Insolvenz entlassen werden.

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