Kaufhauspleite
Hertie: Insolvenzverwalter sieht Sanierungschancen

Der Insolvenzverwalter der Warenhauskette Hertie sieht Chancen für eine Sanierung der ehemaligen KarstadtQuelle-Tochter.

HB DÜSSELDORF. "Das deutsche Insolvenzrecht bietet dafür hervorragende Möglichkeiten", teilte der vorläufige Insolvenzverwalter der Kanzlei White & Case, Biner Bähr, am Freitag in Düsseldorf mit. Voraussetzung sei aber, dass Kunden und Geschäftspartner bei der Stange blieben.

Vordringlich sei nun, die notwendigen Restrukturierungs- und Finanzierungsmaßnahmen schnellstmöglich auf den Weg zu bringen. "Zusammen mit der Geschäftsführung werde ich jede Anstrengung unternehmen, um Sanierungschancen zu nutzen und den Geschäftsbetrieb dauerhaft zu sichern", so Bähr.

Vier Wochen nach der Pleite der Textilkette Wehmeyer hatte Hertie mit seinen 72 Filialen und über 4000 Mitarbeitern am Donnerstag Insolvenz angemeldet.

Die heutige Arcandor (früher KarstadtQuelle) hatte ihre kleineren Kaufhäuser - die den Traditionsnamen Hertie übernahmen - und Wehmeyer im Zuge der eigenen Sanierung an den britischen Investor Dawnay Day verkauft, der in der Immobilienkrise in Schwierigkeiten geraten ist.

Hertie ist mit den meisten seiner Filialen in mittelgroße Städten in Nordrhein-Westfalen und Norddeutschland vertreten. Insolvenzverwalter Bähr gilt als erfahrener Sanierer.

Er hatte in den vergangenen Jahren unter anderem die börsennotierte Eurobike und deren Tochter Hein Gericke sowie den Börsenmakler Schnigge saniert.

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