Kaufhof
Warenhauskette nimmt Abschied von der „Rabattitis“

Die Zeit der großen Rabattaktionen soll bei Kaufhof vorerst vorbei sein. Die Preispolitik der Warenhauskette, die nicht aus der Krise hinausfindet, war unter anderem vom Betriebsrat kritisiert worden.
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KölnDie mit Umsatzrückgängen und roten Zahlen kämpfende Warenhauskette Kaufhof will in Zukunft behutsamer mit Rabattaktionen umgehen. „Wir sind weg von der Rabattitis. Es war ein Fehler, wochenlang komplette Sortimente zu rabattieren“, sagte der Kaufhof-Einkaufschef Edo Beukema im Gespräch mit der Branchen-Zeitschrift „Textilwirtschaft“. Die allzu großzügige Rabattpolitik der Kaufhauskette nach der Übernahme durch den kanadischen Konzern HBC war zuvor bereits vom Betriebsrat kritisiert worden.

Der Kaufhof steckt zurzeit in der Krise. Die Geschäfte laufen nicht so gut wie erhofft. Wegen der wirtschaftlichen Probleme will das Management in Verhandlungen mit der Gewerkschaft Verdi Einschnitte bei Löhnen und Gehältern der 21.000 Mitarbeiter durchsetzen. Die Gewerkschaft fordert jedoch vor möglichen Zugeständnissen ein tragfähiges Zukunftskonzept für die Warenhauskette.

Auch seine Einkaufspolitik will das Traditionsunternehmen ändern. „Bisher haben wir zu sehr auf Sicherheit eingekauft und meist nur den etwas konservativeren Teil der Kollektionen ins Angebot genommen“, räumte der Manager ein. In Zukunft wolle Kaufhof jedoch „mutiger einkaufen“, um auch jüngere Kundschaft in die Häuser zu holen.

Vorwürfe, der kanadische Kaufhof-Mutterkonzern HBC habe durch Mieterhöhungen Mitschuld an den roten Zahlen bei der Tochter Kaufhof, wies HBC-Europachef Link im Gespräch mit der „Textilwirtschaft“ zurück. „Es ist einfach unsinnig zu spekulieren, dass wir uns reich machen und den Kaufhof ausbluten lassen würden.“ Ziel von HBC sei es den Wert der Kaufhof-Immobilien langfristig zu steigern. Dies gehe aber nur wenn das Unternehmen auch die Chance habe, ein gutes Geschäft zu machen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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