Kauflust der Fluggäste
Flughafenbetreiber BAA steigert Gewinn leicht

Im Geschäftsjahr 2005/06 (31. März) hat der Besitzer der wichtigsten Londoner Flughäfen einen moderaten Gewinnanstieg verbucht. Der Kauflaune seiner Flugreisenden standen allerdings hohe Einmalbelastungen gegenüber.

HB LONDON. Die Londoner Anschläge und der Streik des British Airways-Bodenpersonals im Sommer bremsten jedoch das Wachstum der Passagierzahlen in Heathrow, Gatwick und Stansted auf lediglich zwei Prozent ab, wie der weltgrößte Flughafenbetreiber BAA am Dienstag mitteilte. Angespornt durch aggressivere Werbung hätten die Menschen zumindest mehr Geld in Duty-free-Läden und für ihr leibliches Wohl ausgegeben. Das Unternehmen wies erneut das Übernahmeangebot des spanischen Baukonzerns Ferrovial über rund 13 Mrd. Euro als deutlich zu niedrig zurück.

BAA steigerte im abgelaufenen Geschäftsjahr seinen Vorsteuergewinn auch dank Einsparungen und höherer Flughafen-Gebühren um zwölf Mill. auf 620 Mill. Pfund und blieb damit leicht hinter den Erwartungen von Analysten zurück. Die Aktie legte dennoch nach Veröffentlichung der Ergebnisse an der Londoner Börse entgegen dem Tagestrend leicht zu. Wegen des Übernahmeangebots nannte BAA keine Prognosen für das laufende Geschäftsjahr.

Einmalbelastungen haben den Gewinn vor Steuern geschmälert. Er nahm nach Angaben des Flughafenbetreibers vom Dienstag um 17 Prozent auf 757 (915) Mill. Pfund ab. Der Umsatz stieg wiederum auf 2,275 (2,115) Mrd. Pfund. Im laufenden Jahr werde ein Anstieg des Passagieraufkommens um 3,5 Prozent erwartet, stellte BAA bei Vorlage der Zahlen in Aussicht. 2005/06 seien 144,6 Millionen Passagiere befördert worden, 2 Prozent mehr als im Vorjahr.

Neben Ferrovial hat auch die US-Investmentbank Goldman Sachs Interesse an BAA bekundet. BAA-Chef Mike Clasper sagte, bislang seien keine weiteren konkreten Angebote eingegangen: „Es wird viel spekuliert, aber nichts liegt auf dem Tisch.“

Auch am Frankfurter Flughafen hatten am Jahresanfang höhere Einnahmen im Einzelhandel der Betreibergesellschaft Fraport einen Gewinnanstieg beschert, während die Zahl der Passagiere wegen des Wetters zurück ging.

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