Kaufpreis 1,5 Milliarden Euro
Carrefour gibt Südkorea-Geschäft ab

Für 1,75 Billionen Won (etwa 1,5 Milliarden Euro) hat der französische Einzelhandelskonzern Carrefour sein Südkorea-Geschäft an den lokalen Bekleidungshändler E.Land verkauft.

HB SEOUL. Der Kauf- und Übernahmevertrag sieht die Veräußerung aller 32 Märkte im Land vor, teilte die Tochtergesellschaft Carrefour Korea am Freitag in Seoul mit. Der Konzern, der in Südkorea die viertgrößte Einzelhandelskette mit knapp 6400 Beschäftigten betrieben hat, will sich nach zehn Jahren komplett aus dem Markt zurückziehen. E.Land will die Übernahme in einem Konsortium mit zwei der größten südkoreanischen Banken, Kookmin Bank und Woori Bank, finanzieren.

Koreanische Medien hatten die Entscheidung für den Rückzug Carrefours auf das vergleichsweise schlechte Abschneiden auf dem lokalen Markt und die Verfehlung der eigenen Ziele zurückgeführt. Der Überschuss von Carrefour Korea war nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr um 57 Prozent auf knapp 6,9 Mrd. Won geschrumpft. Carrefour strebe die Position eines der „Top- Einzelhändler“ in einem Land an, sagte der Vorsitzende von Carrefour Korea, Philippe Broianigo, vor Reportern in Seoul. „Ansonsten ziehen wir uns aus dem Land zurück.“ In den vergangenen zehn Jahren habe die Gruppe in Südkorea 1,5 Billionen Won investiert.

In dem Bieterverfahren für Carrefour Korea setzte sich die E.Land Group gegen die die führenden Einzelhändler Shinsegae (E-Mart), das britisch-südkoreanische Joint Venture Samsung Tesco Homeplus sowie Lotte Shopping (Lotte Mart) durch.

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