Kaufzurückhaltung drückt Umsatz
Karstadt-Quelle muss Einbußen hinnehmen

Die Kaufzurückhaltung der Verbraucher hat auch der Essener Handelskonzern Karstadt-Quelle im vergangenen Jahr deutlich zu spüren bekommen.

HB DÜSSELDORF. Das schwache Weihnachtsgeschäft verstärkte im vierten Quartal sogar noch den negativen Trend schrumpfender Umsätze. Angaben zur Ergebnisentwicklung machte der Essener Konzern am Freitag aber noch nicht, nachdem der Vorstand seine Jahresprognose 2003 erst im November gesenkt hatte. Ein Sprecher verwies auf die Bilanzpressekonferenz am 23. März.

„Wir haben im Geschäftsjahr 2003 im deutschen Einzelhandel den von uns prognostizierten schwierigen Geschäftsverlauf erlebt. Die Verbraucher sind verunsichert“, kommentierte Konzernchef Wolfgang Urban die Entwicklung. Die Entscheidungen der Politik zur Steuerreform vor Weihnachten seien zu spät gekommen, um sich noch positiv auszuwirken. Die langwierige Reformdebatte habe das Weihnachtsgeschäft belastet.

Der Umsatz des größten Warenhaus- und Versandhandelskonzerns Europas schrumpfte nach vorläufigen Zahlen 2003 um 3,5 Prozent auf 15,3 Milliarden Euro. Damit sei Karstadt-Quelle dem Branchentrend gefolgt, erklärte der Konzern. Anfang des Jahres hatte Urban noch in Aussicht gestellt, dass sich der Umsatz besser entwickeln werde als der Gesamtmarkt.

Die im Nebenwerteindex MDax notierte Aktie von Karstadt-Quelle, die in den vergangenen Wochen bereits einbüßte, gab am Morgen zunächst deutlich nach. Am Mittag lag das Papier dann aber besser als der Gesamtmarkt im Plus mit zwei Prozent bei 19,40 Euro. Analysten sagten, die Börse sei auf das schwache Ergebnis des Konzerns bereits vorbereitet gewesen.

Umsatz auch im Versandhandel rückläufig

Wie schon im Jahr davor ging der Umsatz im Warenhausbereich weiter zurück, diesmal schrumpfte aber auch das Versandgeschäft. Im vierten Quartal brach der Konzernumsatz den vorläufigen Zahlen zufolge sogar um 6,8 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro ein. Das Weihnachtsgeschäft blieb nochmals unter dem niedrigen Niveau des Vorjahres. „Die schwache Konsumstimmung hat voll in das Weihnachtsgeschäft hineingedrückt“, sagte ein Sprecher.

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