Kein Kommentar zu Verkaufsplänen
Deutsche Bahn will Scandlines-Anteile verkaufen

Bahnchef Hartmut Mehdorn und Dänemarks Verkehrsminister Flemming Hansen wollen angeblich am Montag Einzelheiten einer Aktienübernahme deutsch-dänischen Ostseereederei Scandlines besprechen.

HB KOPENHAGEN. Wie die Kopenhagener Zeitung „Berlingske Tidende“ am Freitag berichtete, wollen Bahnchef Hartmut Mehdorn und Dänemarks Verkehrsminister Flemming Hansen am Montag Einzelheiten einer Aktienübernahme besprechen. Als aussichtsreichster Anwärter auf die 50 Prozent Anteile der Bahn gilt die dänische Privatreederei DFDS.

Die Deutsche Bahn wollte sich zu möglichen Verkaufsplänen nicht äußern. Grundsätzlich habe die Bahn aber bereits seit längerer Zeit die Absicht, sich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren und sich aus Beteiligungen zurückzuziehen, sagte eine Sprecherin in Berlin. Zugleich dementierte sie, dass es am Montag ein Treffen zwischen dem Bahnchef und dem dänischen Minister kommen werde.

Ein Sprecher des Kopenhagener Verkehrsministeriums erklärte dazu in „Berlingske Tidende“, es sei ein persönliches Gespräch vereinbart, das möglicherweise telefonisch abgewickelt werde. Scandlines transportierte 2004 20,3 Millionen Passagiere vor allem über die Ostsee und gilt nach einem Vorsteuergewinn von 63 Millionen Euro bei einem Umsatz von 440 Millionen Euro (beides 2003) als gewinnträchtiges Unternehmen.

Seit der Zusammenlegung der früheren Staatsreedereien DSB und der Deutschen Fährgesellschaft Ostsee (DFÖ) hatte es immer wieder heftige Spannungen zwischen den staatlichen Anteilseignern in Berlin und Kopenhagen sowie deren jeweiligen Vertretern in der Scandlines-Geschäftsleitung in Rostock gegeben.

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