Kein Streik nach Tarifeinigung
Post setzt Mehrarbeit durch

Deutsche Post und Gewerkschaft Verdi haben sich im Tarifkonflikt geeinigt. Mit der Verständigung in Köln wurde ein von der Gewerkschaft für Anfang Mai geplanter Streik in letzter Minute abgewendet. Durch die Hintertür ist es der Post gelungen, die Arbeitszeit zu verlängern.

HB BONN. Bei der Urabstimmung der Gewerkschaft Verdi hatten 93,1 Prozent der Mitglieder für einen Streik gestimmt. Doch nun bewegten sich beide Seiten bei den Verhandlungen aufeinander zu und erreichten einen Kompromiss zu Kündigungsschutz, Arbeitszeiten und Anhebung der Löhne.

Bis 30. Juni 2011 sind nach der Einigung betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen. Das teilte die Post am Mittwoch in Bonn nach den Verhandlungen mit.

Die reguläre Wochenarbeitszeit bleibt sowohl für die Tarifbeschäftigten wie für die Postbeamten bei 38,5 Stunden. Mit der Festschreibung der bisherigen Wochenarbeitszeit konnte Verdi eine vom Unternehmen angestrebte Erhöhung der Regelarbeitszeit zwar auf dem Papier verhindern. Allerdings hat die Post nach eigenen Angaben die Reduzierung bezahlter Pausen durchgesetzt, was einer Mehrarbeit von rund 50 Minuten pro Woche gleichkomme.

Damit die Arbeitszeit der Postbeamten - abweichend von der für andere Bundesbeamte geltenden Regelung - bei 38,5 Wochenstunden bleiben kann, muss laut Post der Bundesfinanzminister zustimmen. Auch für diese Beschäftigtengruppe sollen die bezahlten Pausenzeiten reduziert werden.

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