Keine Annäherung erreicht
Fronten bei Bahn-Tarifverhandlungen verhärtet

Die Verhandlungen um einen Flächentarifvertrag für die rund 150 000 Bahnbeschäftigten der Deutschen Bahn sind am Mittwochabend in Siegburg nach zwei Stunden ergebnislos vertagt worden.

HB SIEGBURG. Die Bahn fordert Zugeständnisse für eine Verlängerung des Verzichts auf Entlassungen. „Das ganze Paket ist so, wie es auf dem Tisch liegt, nicht verhandelbar“, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Transnet. Ein neuer Termin wurde nicht festgelegt. Der Arbeitgeberverband schlug den Gewerkschaften ein Spitzengespräch in den nächsten Tagen vor.

Der Bahnkonzern will nach Angaben der Gewerkschaften „massive tarifliche Einschnitte“ durchsetzen. Die Arbeitszeit soll demnach von 38 auf bis zu 44 Stunden pro Woche verlängert werden. Geplant seien Kürzungen bei Zulagen, die Streichung des Urlaubsgeldes und Kürzungen beim Weihnachtsgeld. Transnet und die Verkehrsgewerkschaft GDBA lehnten eine pauschale Verschlechterung bestehender Tarifbedingungen ab.

„Wir bedauern die Haltung der Gewerkschaften“, sagte der Verhandlungsführer des Arbeitgeberverbandes Mobilitäts- und Verkehrsdienstleister, Werner Bayreuther. Voraussetzung für eine Verlängerung des Beschäftigungsbündnisses sei ein Flächentarifvertrag mit wettbewerbsfähigen Bedingungen. Bei Ausschreibungen im Regionalverkehr habe die Bahn gegenüber den Konkurrenten Nachteile durch höhere Arbeitskosten, Zulagen und eine niedrigere Arbeitsproduktivität.

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