Keine Auswirkungen auf Zahl der Buchungen erwartet
Terroranschläge vergraulen Alltours

Deutschlands viertgrößter Reiseveranstalter Alltours geht nicht davon aus, dass sich die Terroranschläge auf Touristenorte in der Zahl der Buchungen niederschlägt. Nichtsdestotrotz stoppt das Unternehmen schon beschlossene Investitionen in den betroffenen Ländern.

HB DUISBURG. Pläne zum Kauf von Hotels in der Türkei und in Ägypten seien ad acta gelegt, sagte Alltours-Chef Willi Verhuven am Montag in Duisburg bei der Vorstellung des Winterprogramms. Stattdessen sei Alltours nun in Spanien auf der Suche nach Investitionsmöglichkeiten. „Das ist auch durch die Ereignisse angestoßen worden, von denen wir in letzter Zeit hören“, sagte er. Nun wolle Alltours in Spanien 150 bis 200 Millionen Euro investieren, bei einer guten Gelegenheit könne die Gruppe aber auch deutlich mehr aufbringen.

Dabei hat Deutschlands viertgrößter Reiseveranstalter nach den Anschlägen in Ägypten nach eigenen Angaben keinen spürbaren Buchungsrückgang für die Region verzeichnet. Auch die Urlauber im bestroffenen Ort Scharm el Scheich hätten sehr gefasst auf den Anschlag vom Freitag reagiert, sagte Verhuven. Von gut 300 Alltours-Gästen dort hätten nur 18 die Möglichkeit zu einer vorzeitigen Abreise genutzt. „Wir müssen heute mit dem Terror leben, und unsere Kunden haben sich darauf eingestellt.“ Wie auch andere Veranstalter hat Alltours allen Reisenden kostenlose Umbuchungen und Stornierungen für Ziele in den entsprechenden Regionen angeboten.

Bei der Explosion von drei Sprengsätzen waren in der Nacht zum Samstag in Scharm al-Scheich nach offiziellen ägyptischen Angaben 67 Menschen ums Leben gekommen. Andere Quellen sprechen von bis zu 88 Toten. In der Türkei waren vor zehn Tagen bei einem Anschlag auf einen mit Touristen besetzten Kleinbus fünf Menschen getötet worden waren.

Auch für die Zukunft geht Alltours-Chef Verhuven nicht davon aus, dass das Reisegeschäft unter dem Terrorismus leidet. „Unsere Kunden wissen inzwischen, dass es absolute Sicherheit nicht mehr gibt - weder beim Städte-Wochenende in London noch beim Tauchurlaub in Ägypten.“ In den vergangenen Monaten habe Alltours fast jede Woche ein „Terrorproblem“ gehabt. „Dabei sind unsere Kunden erstaunlich ruhig geblieben“, sagte der Geschäftsführer.

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