Keine Belebung mehr im vierten Quartal erwartet
DIS-Optimismus ist verflogen

Die Zeitarbeitsfirma DIS (Deutscher Industrie Service) hat im dritten Quartal mit 6,4 Millionen Euro vor Steuern einen Ergebnisrückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hinnehmen müssen. Und angesichts der weiter schleppenden Konjunktur hat DIS auch Hoffnungen auf eine Geschäftsbelebung im vierten Quartal aufgegeben.

HB FRANKFURT. Das für das Gesamtjahr gesetzte Umsatzziel werde wohl knapp verfehlt, das Gewinnziel aber erreicht. Zudem kündigte das Düsseldorfer Unternehmen am Dienstag die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmen mit dem IFOK-Institut an.

Im dritten Quartal verzeichnete DIS einen Umsatzrückgang um 7,6 % auf 58,1 Mill. €. „Das ist genau innerhalb unserer prognostizierten Planung“, sagte DIS-Vorstandschef Dieter Scheiff. Der Gewinn vor Steuern sank um 3,7 % auf 6,4 Mill. €, womit sich die Vorsteuerrendite auf elf Prozent von 10,6 % verbesserte. 2004 erwartet DIS wieder Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis, eine konkrete Prognose wollte Scheiff aber nicht abgeben.

Für das laufende Jahr hatte die durch die Verkleinerung des Börsenindexes MDax in das Kleinwertesegment SDax zurückgefallene Gesellschaft ein Umsatzminus von fünf Prozent auf 221 Mill. € prognostiziert. Dieses Ziel dürfte nun knapp verfehlt werden. Während in den Planungen für 2003 noch eine Belebung des Geschäfts im vierten Quartal erwartet worden sein, sei diese derzeit nicht mehr zu sehen, hieß es. Wegen einer besseren Kostenstruktur werde das Ziel, 2003 ein Vorsteuerergebnis von 14,5 Mill. € zu erwirtschaften, aber dennoch erreicht. 2002 hatte DIS noch einen Vorsteuergewinn von 15,9 Mill. € ausgewiesen.

Derzeit gründet das Unternehmen nach den Worten Scheiffs mit dem IFOK-Institut für Organisationskommunikation die Fokus Personal GmbH. Die neue Gesellschaft, an der DIS 75 % hält, soll Dienstleistungen für alle Bereiche der Steuerung des Personalstandes von Unternehmen, also für den Personalaufbau, die Personalsicherung und den Personalabbau, anbieten. Die Mitarbeiter rekrutieren sich aus dem Personalbestand von DIS und dem IFOK-Institut. In fünf Jahren wolle DIS acht Prozent des Umsatzes mit Dienstleistungen dieser Art erwirtschaften, kündigte Scheiff an. Aktuell machen sie rund zwei Prozent aus.

Die 1967 gegründete DIS AG gehört nach eigenen Angaben in Deutschland zu den fünf größten Personaldienstleistern und vermittelt Mitarbeiter in den Bereichen Office Management, Industrie, Finance und IT. Im deutschsprachigen Raum hat das Unternehmen über 6 000 Mitarbeiter in 150 Niederlassungen.

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