Keine „Bilanzkosmetik"
Bahn widerspricht Kritik des Rechnungshofes

Die Deutsche Bahn wehrt sich gegen die vergangene Woche bekannt gewordenen Vorwürfe des Bundesrechnungshofes, sie habe über eine gezielte „Rückstellungspraxis“ ihre Ergebnisentwicklung der letzten Jahre zu positiv dargestellt. In einer Stellungnahme an das Bundesverkehrsministerium, die dem Handelsblatt vorliegt, bezeichnet der bundeseigene Konzern die Darstellung des Rechnungshofes als „nicht sachgerecht“.

ek DÜSSELDORF. Die Bahn habe nach den einschlägigen handelsrechtlichen Vorschriften zwingend Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten und für drohende Verluste bilden müssen. Besonders sauer stößt dem Unternehmen der Begriff „Rückstellungspraxis“ auf. Er unterstelle, dass die Finanzreserven mit einer gewissen Beliebigkeit gebildet oder aufgelöst werden könnten. Eine derartige Betrachtung lasse jedoch außer Acht, dass es „gesetzliche Pflichten“ gebe, deren Nichteinhaltung „ein Verstoß gegen die Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung darstellen würde“.

Der Rechnungshof hatte in seinem Papier, das als „Entwurf“ gekennzeichnet ist, vor einer „Fehleinschätzung“ der wirtschaftlichen Entwicklung der Bahn mit Blick auf die geplante Privatisierung gewarnt. Die Überlagerung der Ergebnisse durch den Rückstellungsaufwand zeige „nur scheinbar eine steil ansteigende Erfolgskurve“. In seiner Replik verweist der Konzern darauf, dass die Abschlussprüfer der Bahn-Bilanz den „operativen Fortschritt“ in der Ergebnisentwicklung gesondert untersucht und bestätigt hätten.

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