Keine höheren Erlöse
Europas Airlines erwarten mehr Passagiere

Die europäischen Luftfahrtgesellschaften rechnen nach den Einbrüchen durch den Irakkrieg und die Lungenkrankheit Sars zum Jahresende wieder mit steigenden Passagierzahlen in allen wichtigen Zielgebieten.

HB/dpa BRÜSSEL. Dennoch seien keine höheren Erlöse zu erwarten, sagte der Generalsekretär des Europäischen Airline-Verbandes (AEA), Ulrich Schulte-Strathaus, in Brüssel.

Das Verkehrsaufkommen werde bis Ende des Jahres wieder über dem Niveau des Vorjahres liegen, sagte Schulte-Strathaus. „Wir werden die Trendwende im letzten Quartal erreichen.“ Voraussetzung sei allerdings, dass „außerordentliche Ereignisse“ wie ein erneuter Sars- Ausbruch ausblieben.

Bereits jetzt gingen die Verkehrszahlen wieder nach oben. „Wir sehen einen stabilen Wachstumstrend, wenn auch auf niedrigem Niveau“, sagte der Generalsekretär. Am schnellsten hätten sich Fluggastzahlen auf den Strecken in die USA erholt, die allerdings zuvor in Folge des Irak-Krieges auch die höchsten Einbrüche verzeichnet hatten. Die Nachfrage nach Flügen in den krisengeschüttelten Nahen Osten lege derzeit am schwächsten zu.

Nach dem Irak-Krieg und dem Ausbruch von Sars hatten die europäischen Fluggesellschaften im Juni erstmals wieder einen Anstieg der Fluggastzahlen registriert. Zuvor war es seit März stetig bergab gegangen. Der positive Trend w erde sich voraussichtlich bis Jahresende fortsetzen, sagte Schulte-Strathaus.

Trotz anziehender Passagierzahlen rechnet der AEA-Generalsekretär aber nicht mit steigenden Erlösen für die Branche. Grund sei der Einbruch bei den besonders lukrativen Geschäftsreisen, deren Anteil am Gesamtaufkommen auf nur noch 20 Prozent gesunken ist. Mitte der 90er Jahre seien noch etwa die Hälfte aller Passagiere Geschäftsreisende gewesen, sagte Schulte-Strathaus. Der Markt für Geschäftsreisen der großen Airlines ist durch die weltweite Konjunkturschwäche und durch die neue Billigflieger-Konkurrenz stark unter Druck.

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