Keine prickelnde Aussichten: Pernod Ricard verliert in der Volksrepublik

Keine prickelnde Aussichten
Pernod Ricard verliert in der Volksrepublik

Es sollte der Zukunftsmarkt für Sekt sein – denn in China war es üblich, mit teuren Alkoholpräsenten Beamte gefügig zu machen, hinzu kamen teure Bankette. Doch nun stagniert die Nachfrage – das spürt Pernod Ricard.
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ParisDie geringe Nachfrage in China trübt die Zuversicht des Mumm-Sekt-Herstellers Pernod Ricard. Das französische Unternehmen schraubte am Donnerstag sein Gewinnziel zurück. Für das Geschäftsjahr (zum 30. Juni) werde mit einem Plus beim operativen Gewinn auf vergleichbarer Basis von ein bis drei Prozent gerechnet, teilte Pernod mit. Im Oktober war noch ein Zuwachs von vier bis fünf Prozent angepeilt worden.

Das Geschäft in China, dem zweitwichtigsten Markt, werde weiter schwächeln, erklärte der Konzern. Dort ging der Umsatz im ersten Geschäftshalbjahr um 18 Prozent zurück. Pernod gab sich dennoch optimistisch. Das Vertrauen in das mittel- bis langfristige Potenzial sei ungebrochen.

Im China-Geschäft macht Pernod wie auch seinem größten Rivalen Diageo zu schaffen, dass der Anti-Korruptionskampf der Pekinger Regierung auch die vorherige Praxis einiger chinesischer Topfunktionäre eindämmt, teure Alkoholika zu verschenken.

Der Gesamtumsatz von Pernod, der auch Absolut-Wodka und Martell-Cognac herstellt, stagnierte bei 4,57 Milliarden Euro. Der operative Gewinn stieg auf vergleichbarer Basis um zwei Prozent auf 1,359 Milliarden Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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