Keine Tengelmann-Märkte für Edeka
Kartellamt macht die Drohung wahr

Das Bundeskartellamt hat gesprochen: Die umstrittene Übernahme der Kaiser's-Supermarktfilialen durch Edeka wird untersagt. Für die Verbraucher sei das die bessere Lösung.
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BonnHerbe Niederlage für Edeka: Dem Handelskonzern wird die Übernahme der Supermärkte von Kaiser's Tengelmann untersagt. Die Übernahme hätte nach Ansicht des Bundeskartellamts „zu einer erheblichen Verschlechterung der Wettbewerbsbedingungen auf zahlreichen ohnehin stark konzentrierten regionalen Märkten und Stadtbezirken im Großraum Berlin, in München und Oberbayern sowie in Nordrhein-Westfalen geführt“, teilte die Bonner Behörde am Mittwoch mit.

Auch die Kompromissvorschläge von Edeka und Tengelmann fielen bei den Kartellwächtern durch.

„Mit der Übernahme von Kaiser’s Tengelmann wären die Auswahl- und Ausweichmöglichkeiten der Verbraucher vor Ort stark eingeschränkt und aufgrund der Beseitigung einer bedeutenden Wettbewerbskraft für die verbliebenen Wettbewerber zukünftig entsprechende Preiserhöhungsspielräume eröffnet worden“ heißt es in der Mitteilung der Behörde.

Auch im Bereich der Beschaffung hätte das Vorhaben wettbewerbliche Probleme verursacht. Den Herstellern von Markenartikeln würde nach einer Fusion ein bedeutsamer unabhängiger Abnehmer nicht mehr zur Verfügung stehen, hieß es.

Kaiser's Tengelmann hatte den angestrebten Verkauf im vergangenen Oktober angekündigt. Die Unternehmensgruppe Tengelmann wollte ihre Filialen in Bayern, Berlin und Nordrhein-Westfalen zum 30. Juni 2015 an den Edeka-Verbund verkaufen. Tengelmann sieht nach eigenen Angaben „keine Perspektive mehr“, das seit Jahren defizitäre Supermarktgeschäft wieder profitabel zu machen. Über die genauen Vertragsinhalte sowie die Kaufsumme hatten Tengelmann und Edeka damals Stillschweigen vereinbart.

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Kommentare zu " Keine Tengelmann-Märkte für Edeka: Kartellamt macht die Drohung wahr"

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  • Herr Paul Kersey01.04.2015, 16:54 Uhr Bin Ihrer Meinung !

    Die Stadt Büderich mit fast 22000 Einwohner, mit 3 Edeka und 1 Kaiser's Filiale(n), war in den Medien zu lesen, das man aus "wirtschaftlichen" Gründen diese Filialen schließen möchte, vermutlich nach erfolgreichen "Vereinigung", so der Tenor !

    Danach hätte Büderich keinen Markt mehr ! Also die Nachbarstadt wäre das neue Ziel der älteren Büdericher !

    Umso größer ein Unternehmen,besser, oder Konzerne in einem Verbund sich vereinigen, umso negativer für den Kunden/Bürger, eine Abhängigkeit ist bereits jetzt schon sichtbar, in einigen Bereichen !
    Es ist nicht gesund, wenn uns nur eine handvoll Mensch die Erdenbürger ernährt, mit Energie versorgt.... ! Gefährlich diese Entwicklung der Deregulierungen u.a. im Finanzwesen & Co.und natürlich die Privatisierungen von Tafelsilber !

    Gigantismus und Geiz ist geil, eine fürchterliche und dumme Fehlentwicklung !

  • @Wellen
    Vielleicht sollten Sie Ihren unheimlich globalen Blick mal auf den deutschen Verbraucher richten. Wenn es in Düsseldorf-Eller nur noch Edeka gibt und kein lokaler Wettbewerbsdruck da ist, ist doch wohl klar wie die Preispolitik ablaufen wird. Sicher nicht zu Gunsten des Verbrauchers,

  • Unternehmen agieren global, Behörden denken lokal.

    Nicht nur das, auch persönliche Befindlichkeiten scheinen manch Entscheidungsprozess zu dirigieren.

    Ich erinnere an Ulf Böge, der damals den Merger Springer - Pro Sieben Sat 1 Media verhinderte.

    Im nachhinein erwies sich das damalige Veto als nicht gerechtfertigt.
    Insider wissen, dass Böge Döpfner nicht besonders zugetan war.

    War es letztlich nur Ausnutzung einer Machtposition, um einer kindischen Blasiertheit Genugtuung zu gönnen.

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