Keine Verbesserung der Buchungszahlen in Sicht
Lufthansa befördert im August weniger Passagiere

Die von der Deutsche Lufthansa transportierte Zahl von Passagieren ist im August 0,4 Prozent auf 3,9 Millionen gesunken gegenüber August 2002. Das teilte die Fluggesellschaft in Frankfurt mit. Die Auslastung sei um 1,3 Prozentpunkte auf 75,4 Prozent gefallen.

HB FRABKFURT. Die verkauften Sitzkilometer bezifferte Lufthansa mit 8,4 Milliarden, binnen Jahresfrist ein Minus von 0,4 Prozent. Das Frachtaufkommen, ein wichtiger Frühindikator für die weitere Entwicklung der Wirtschaft, sank um 5,2 Prozent auf 124.000 Tonnen. Der Kurs der Lufthansa-Aktie entwickelte sich am frühen Nachmittag schlechter als der Dax und notierte 3,29 Prozent im Minus bei 12,34 Euro.

Im August seien etwas weniger Flugscheine verkauft worden, während das Angebot sich leicht erhöht habe, hieß es. Deshalb sei die für die Durchschnittserlöse entscheidende Auslastung um 1,3 Prozentpunkte gefallen. Eine erfreuliche Zunahme des Passagieraufkommens sei nach Amerika, Afrika und in den Nahen Osten zu verzeichnen gewesen. Allerdings habe das Angebot an Sitzplätzen nicht komplett verkauft werden können. Auf den Strecken nach Asien und in die Pazifik-Region, wo das Angebot wegen der Lungenkrankheit SARS weiter stark reduziert ist, habe sich die Auslastung um 0,9 Prozentpunkte auf 82,7 Prozent erhöht. Auch in Europa sei es durch eine Reduzierung der Kapazitäten und verkaufsfördernde Maßnahmen gelungen, die Auslastung zu steigern.

Rückgang des Frachtaufkommens

Der starke Rückgang des Frachtaufkommens sei unter anderem auf den traditionell schwachen Monat August zurückzuführen, begründete Lufthansa. Die Frachttochter Lufthansa Cargo habe Maßnahmen ergriffen, um diesem Abwärtstrend entgegenzuwirken. Erste Signale für eine geringfügige Erholung der Transportnachfrage in den kommenden Monaten zeichneten sich ab.

Die Fluggesellschaft hatte im zweiten Quartal 2003 vor allem dank harter Sparmaßnahmen und trotz Umsatz-Einbußen wegen der Lungenkrankheit SARS überraschend einen operativen Gewinn von 65 Millionen Euro eingeflogen. Unter dem Strich stand im Konzern angesichts der anhaltenden Krise in der Luftverkehrsbranche aber ein zweistelliger Millionen-Verlust. Im Gesamtjahr rechnet die Fluggesellschaft nicht mit einem operativen Gewinn, weil die Buchungszahlen keine deutliche Verbesserung für die zweite Jahreshälfte erwarten ließen. Lufthansa hat daher angekündigt, die Kosten weiter strikt zu kontrollieren.

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