Keine wirtschaftliche Überlebenschance
Hunzinger AG trennt sich von PR-Sparte

Nach den Skandalen gibt das Frankfurter Medienunternehmen Hunzinger Information AG seine PR-Sparte auf. Das Unternehmen soll in „Verlag Blazek & Bergmann seit 1891 Aktiengesellschaft“ umbenannt werden.

HB FRANKFURT. „Da nach Rudolf Scharping und Cem Özdemir nun Walter Döring als dritter Politker wegen Hunzinger seinen Stuhl räumen musste, gibt es für die Hunzinger Public Relations keine wirtschaftliche Überlebenschance mehr“, teilten Hunzinger-Aufsichtsratschef Bolko Hoffmann und der neue Vorstandschef Besim Gürmen am Donnerstag in Düsseldorf mit. Der PR-Bereich solle daher völlig aufgegeben werden, zumal er in den vergangenen Jahren Verluste und Umsatzrückgänge verbucht habe. Moritz Hunzinger war Anfang April nach 25 Jahren als Vorstandschef entlassen worden. Zur Hunzinger Information gehören neben der Hunzinger PR GmbH die Pressebildagentur action Press und das Meinungsforschungsinstitut infas.

Der PR-Manager war vor zwei Jahren im Zusammenhang mit der Entlassung des früheren Verteidigungsministers Rudolf Scharping (SPD) in die Schlagzeilen geraten. Walter Döring hatte die Niederlegung seiner Ämter in der baden-württembergiscben Landesregierung, als stellvertretender FDP-Bundesvorsitzender und als Chef der Südwest-Liberalen zum Juli mit einer etwa fünf Jahre zurückliegenden Spende Hunzingers im Zusammenhang mit einer Meinungsumfrage zur Wirtschaftspolitik Dörings begründet. Wie es in der Mitteilung weiter hieß, soll der Verwaltungssitz der Hunzinger Information zum 1. Juli von Frankfurt nach Düsseldorf verlegt werden. Im Herbst soll das Unternehmen umbenannt werden.

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