Kerosinpreise Teures Öl halbiert Gewinne der Airlines

Die Explosion der Ölpreise wird in diesem Jahr ein tiefes Loch in die Bilanzen der Airlines reißen. Der Branchenverband IATA befürchtet, dass sich die Gewinne Vergleich zum Vorjahr halbieren.
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Die Industrie wird einer Prognose des Branchenverbands IATA vom Mittwoch zufolge in diesem Jahr netto mit 8,6 Milliarden Dollar nur noch etwa halb so viel verdienen wie 2010. Dabei machen den Fluglinien nicht nur teures Öl, sondern auch höhere Steuern zu schaffen. IATA-Chef Giovanni Bisignani rief die Regierungen deshalb zu einem Umdenken auf. Die schwächelnde Branche könne so hohe Belastungen auf lange Sicht nicht überleben.

"Wir veranstalten hier einen Hochseilakt ohne Netz. Diese Industrie ist sehr, sehr fragil", betonte Bisignani. Im vergangenen Jahr hatte die Branche der IATA zufolge noch einen Gewinn von insgesamt 16 Milliarden Dollar eingeflogen. Für das laufende Jahr sei dagegen nur eine Gewinnspanne von 1,4 Prozent zu erwarten. Ein solches Ergebnis sei eher einer wohltätigen Einrichtung denn eines Gewerbes würdig.

Im Dezember 2010 war die IATA für 2011 noch von 9,1 Milliarden Dollar Nettogewinn ausgegangen. Damals veranschlagte sie einen Ölpreis von 84 Dollar pro Barrel, nun rechnet der Verband mit 96 Dollar pro Barrel. Dadurch steige die Spritrechnung der Industrie auf 166 Milliarden Dollar oder knapp 30 Prozent der Gesamtkosten. Ob die höheren Ölpreise zu teureren Tickets führen werden, ist der IATA zufolge Angelegenheit ihrer 230 Mitglieder, darunter Schwergewichte wie die Deutsche Lufthansa und Singapore Airlines.

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  • rtr
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