Kfz-Gewerbe
Autofahrern drohen höhere Werkstattpreise

Nach höheren Spritpreisen müssen sich Autofahrer auch auf einen Anstieg der Werkstattpreise einstellen. Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeug-Gewerbe macht hohe Energiekosten für den drohenden Anstieg verantwortlich.

HB BONN. Nach höheren Spritpreisen drohen den Autofahrern auch höhere Reparaturkosten. Im Service müssten die Kunden mit steigenden Werkstattpreisen rechnen. Ursache seien die hohen Energiekosten, berichtete der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeug-Gewerbe (ZDK) am Dienstag in Bonn. Negativfaktoren wie hohe Tankpreise, der anhaltende Streit um die Reform der Kfz-Steuer und ein Rückgang bei der Neuzulassung von Fahrzeugen könnten zudem Folgen für die Beschäftigung haben.

Das mittelständisch geprägte Gewerbe sehe „mit wachsender Sorge konjunkturelle Risiken“, hieß es vom ZDK. Der Verband sieht die Branche mit ihren 39 500 Autohäusern und Werkstätten noch immer abgekoppelt von den allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwungtendenzen. Die Verunsicherung der Autokunden führe zu einer wachsenden Zurückhaltung beim Kauf.

Der Geschäftsführer des Bundesverbands freier Kfz-Händler (BVfK), Ansgar Klein, warnte in der „Bild“-Zeitung vor dem Verlust jedes zwölften Arbeitsplatzes bei Autohändlern und Werkstätten. „Bei vielen Kfz-Betrieben geht es an die Substanz, bis zu 40 000 Jobs sind zusätzlich bedroht“, sagte Klein. Derzeit gibt es in der Branche rund 470 000 Beschäftigte.

Eine Sprecherin des ZDK wollte diese Zahlen zu bedrohten Stellen ausdrücklich nicht bestätigen. Die Branche sei ohnehin in einer Konsolidierungsphase. Erwartet werde ein „mäßiger Rückgang“ bei den Beschäftigtenzahlen - aber „nicht annähernd“ in der Größenordnung, die Klein genannt habe.

Der positive Trend im Auftragseingang hat sich laut ZDK seit Mitte Mai wieder deutlich abgeschwächt. Die PKW-Neuzulassungen im Mai lagen demnach mit rund 283 000 Stück fast fünf Prozent unter Vorjahresniveau. Das Plus von sechs Prozent bei den Neuzulassungen in den ersten fünf Monaten 2008 resultiere aus „statistischen Sondereffekten“.

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