KiK

Textildiscounter bald in den USA?

Klassische Modehäuser wie Wöhrl stecken derzeit in der Krise, dagegen wirtschaftet der Textildiscounter KiK prächtig. 2016 war für den Konzern „extrem gut“. Deshalb will Firmenchef Patrick Zahn ins Ausland expandieren.
Update: 19.01.2017 - 15:45 Uhr 1 Kommentar
Chef Patrick Zahn will die Kette in den USA etablieren. Quelle: dpa
KiK

Chef Patrick Zahn will die Kette in den USA etablieren.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDie Turbulenzen im deutschen Modehandel können dem Textildiscounter KiK nichts anhaben. 2016 sei ein „extrem gutes Jahr“ für das Unternehmen gewesen, sagte Firmenchef Patrick Zahn am Dienstagabend in Düsseldorf. Während viele andere Textilhändler zu kämpfen hätten, habe KiK die Umsätze erneut deutlich gesteigert.

In den nächsten Jahren will der Billiganbieter die Zahl der Filialen von derzeit 3439 auf rund 5000 erhöhen. Allein in diesem Jahr sollen 188 neue Geschäfte hinzukommen, 70 davon in Deutschland. Zusätzlich übernimmt der Billiganbieter 40 bis 60 deutsche Filialen der Schweizer Modekette Charles Vögele.

Der größte Teil des Wachstums soll sich jedoch künftig im Ausland abspielen. Bislang ist der Textildiscounter außer in Deutschland in acht europäischen Ländern präsent. Bereits in diesem Jahr sollen darüber hinaus die ersten Filialen in Italien eröffnet werden. Danach soll jedes Jahr ein weiteres europäisches Land folgen.

Von Z wie Zalando bis Z wie Zalando
Platz 10: Zalando Lounge
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Zalando Lounge ist der Rabattwarenladen des Online-Versandhändlers. Nutzer dieses Portals müssen sich registrieren. Danach bekommen sie Angebote mit bis zu 70 Prozent Rabatt. Die Mitgliedschaft in der Zalando Lounge ist kostenlos.

Umsatz (2014)*: 71,8 Millionen Euro**

*Quelle: Statista, EHI Retail Institute

**umfasst Einnahmen der Online-Shops in Deutschland im Segment Bekleidung, Schuhe und Textilien

Platz 9: Walbusch
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Bis in die 1960er-Jahre verkaufte Walbusch neben Herrenkleidung auch Elektrorasierer und Haushaltswaren. Später konzentrierte sich der Konzern auf den Verkauf von Herrenmode. Bekannt ist das Unternehmen für sein Hemd mit dem Walbusch-Kragen ohne Knopf. Zunächst war Walbusch nur als Versandhändler tätig. Erst 2009 wurde die erste Filiale eröffnet. Im Handelsblatt-Interview erklärte Firmenchef Christian Busch: „Die Frau entscheidet, was gekauft wird“.

Umsatz: 72,2 Millionen Euro

Platz 8: C&A Online
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Einst hatte C&A die Konfektionsgrößen eingeführt. Seitdem avancierte der Modekonzern zu den größten Bekleidungsherstellern Deutschlands. C&A beschäftigt mehr als 36.000 Menschen. Seit 2008 bietet der Konzern seine Kleidung auch im Internet an. Allerdings ist der Anteil des Internetgeschäfts gemessen am Gesamtumsatz in Deutschland (über drei Milliarden Euro) noch gering.

Umsatz: 79,3 Millionen Euro

Platz 7: s.Oliver
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s.Oliver kommt nicht wirklich in Fahrt. Seit Jahren kämpft der Modekonzern mit wirtschaftlichen Problemen. Zwar konnte der Umsatz im vergangenen Jahr leicht gesteigert werden, doch das Online-Geschäft weist entgegen des Trends rückläufige Zahlen vor. 2013 lag der Online-Umsatz bei 127 Millionen Euro. Im Jahr darauf sanken die Einnahmen um mehr als 16 Millionen Euro.

Umsatz: 110,8 Millionen Euro

Platz 6: Brands-4-Friends
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Im Umsatzranking auf Platz sechs ist die Private Sale GmbH aufgelistet. Hinter dem Unternehmen steckt brands4friends.de. Das ist eine kommerzielle Online-Community, die im Internet eine spezielle Sortimentsausrichtung anbietet. Zugang zum Angebot erhalten Interessenten nach einer Registrierung. brands4friends.de bot im September 2007 in Deutschland als erste Mode-Online-Community ihren Dienst an. Seitdem konnten die Erlöse kontinuierlich gesteigert werden.

Umsatz: 114,6 Millionen Euro

Platz 5: Esprit
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Der Online-Handel hat dem Moderiesen Esprit stark zugesetzt. Erst nach und nach erholt sich der Konzern – auch dank eines eigenen Online-Angebots. Mit einem Umsatz von mehr als 162 Millionen Euro positioniert sich Esprit in Deutschland auf dem fünften Platz.

Umsatz: 162,5 Millionen Euro

Platz 4: Heine
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Die Heinrich Heine GmbH gehört zu den ersten Modeversandhändlern in Deutschland mit eigenem Online-Shop. Bereits 1996 konnten Kunden ihre Ware im Internet bestellen. Seit 2009 wird der Fokus auf das E-Commerce zunehmend verstärkt.

Umsatz: 204 Millionen Euro

Für 2019 plant KiK außerdem den Einstieg in den US-Markt. „Wir sind überzeugt, dass KiK perfekt in die USA passt“, sagte Zahn. Bisher gebe es dort eigentlich keine Textildiscounter. Für das Unternehmen biete sich hier ein fast unbegrenztes Wachstumspotenzial. Vorbild sei nicht zuletzt der Discounter Aldi, der in den USA seit Jahren erfolgreich sei.

Das Jahr 2016 war für viele bekannte Namen im Textilhandel eine Herausforderung. Selbst bekannte Modeketten wie Gerry Weber oder Tom Tailor mussten strikte Sparmaßnahmen und Filialschließungen ankündigen, andere wie Wöhrl oder SinnLeffers traten sogar den Gang zum Insolvenzrichter an.

KiK gelang es nach den Worten des Managers, dem allgemeinen Negativtrend zu trotzen. Der Textildiscounter habe „herausragende Zahlen“ erzielt. Zwar sei nicht ganz das Umsatzwachstum des Vorjahres erreicht worden, als der Textilhändler seine Umsätze um gut acht Prozent auf 1,8 Milliarden Euro steigerte. Schuld daran sei aber vor allem der viel zu warme September gewesen. Trotz des starken Dollars, der die Einkäufe für KiK verteuere, sei es außerdem wahrscheinlich gelungen, den Ertrag zu steigern. Genaue Zahlen nannte Zahn nicht.

Eine untergeordnete Rolle spielt bei KiK bislang noch der Online-Handel. Er macht knapp zwei Prozent des Umsatzes aus. Ziel sei mittelfristig ein zweistelliger Umsatzanteil, sagte Zahn. Ein Ende der Turbulenzen im Textilhandel sehe er nicht. Auch in Zukunft werde der eine oder andere Wettbewerber sein Filialnetz wohl gesundschrumpfen oder vom Markt verschwinden.

  • dpa
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1 Kommentare zu "KiK : Textildiscounter bald in den USA? "

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  • "Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

    @ Herr Hoffmann

    ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
    Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

    "Herr Fritz Porters23.12.2016, 12:25 Uhr
    Liebe komödiantische Kommentatorengemeinde,

    es ist mal wieder ein Fest wie lustig hier kommentiert wird ...was wäre mein Tag ohne diese wunderbaren Geistesblitze, die hier gepostet werden. Herrlich :-)"


    @Porters

    VIELEN DANK Herr Porters,
    es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
    Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
    Schön das Sie das zu schätzen wissen.

    Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
    Paff, von Horn, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke, Eibel,Ebsel, Dirnberger,Trautmann....

    ohne sie wäre ich hier sehr einsam !

    Aber besonders erwähnen möchte einen, der wirklich den ganzen Tag, und damit meine ich von morgens bis abends, aber auch wirklich jeden Artikel kommentiert (er ist fleisiger als ich), und auch die meisten Artikel mehrmals kommentiert.....

    das ist unser geliebter

    SPIEGEL

    Danke

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