Klage der Beteiligungsgesellschaft Rebon abgewiesen
WCM gewinnt Rechtsstreit um Sirius-Insolvenz

Das Landgericht Frankfurt hat eine Klage von Gesellschaftern der insolventen Sirius GmbH gegen die Immobilien- und Beteiligungsgesellschaft WCM abgewiesen.

HB FRANKFURT. Das Verfahren sei zu Gunsten von WCM entschieden worden, sagte ein Gerichtssprecher am Freitag auf Anfrage. Zu Details des Urteils konnte er noch keine Auskunft geben.

Die Gesellschafter, unter anderen die niederländische Beteiligungsgesellschaft Rebon, hatten im September vergangenen Jahres gerichtlich Ansprüche von 79,5 Millionen Euro gegen WCM geltend gemacht.

Rebon hatte zusammen mit weiteren Anteilseignern die Mehrheit an Sirius gehalten. WCM besaß 45 Prozent der Anteile. Die Sirius GmbH, eine Beteiligungsgesellschaft, meldete im November 2003 Insolvenz an.

Mehrere Banken - darunter die DZ Bank sowie die HSH Nordbank, WGZ und IKB - hatten WCM rund 600 Millionen Euro geliehen, damit diese den Anteil an Sirius kaufen konnte. Nachdem WCM finanziell ins Schlingern geraten war, hatten die Institute den Kredit fällig gestellt.

Im Zuge des Insolvenzverfahrens hatte der Insolvenzverwalter die Beteiligung an dem Bonner Immobilienkonzern IVG verkauft. Die Kölner Privatbank Sal. Oppenheim übernahm 25,1 %, den Rest erwarben die Gläubigerbanken. Rebon war der Meinung, die IVG-Aktien seien zu einem viel zu niedrigen Preis verkauft worden und leitete daraus seinen Schadenersatzanspruch her.

Die einst hochverschuldete WCM hatte die anhängige Klage zuletzt bei der diesjährigen Hauptversammlung im Juni als einen Hemmschuh beim geplanten Umbau des Unternehmens zum Industriekonzern bezeichnet. WCM plant die Verschmelzung mit der Tochter Klöckner-Werke AG aus Duisburg.

Die im Kleinwertesegment SDax gehandelte WCM-Aktie machte einen Kurssprung von zeitweise über elf Prozent auf 0,48 Euro, bevor sie bis 13.45 Uhr vom Börsenhandel ausgesetzt wurde.

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