Klagen gegen Pharmaziekonzern: Johnson & Johnson's Puder-Problem

Klagen gegen Pharmaziekonzern
Johnson & Johnson's Puder-Problem

Johnson & Johnson hat ein Problem mit Babypuder: Gleich mehrere Klagen werfen dem Konsumgüter- und Pharma-Hersteller vor, dass das Produkt Krebs verursacht. Nun soll das US-Unternehmen 110 Millionen Dollar Strafe zahlen.
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New York110 Millionen Dollar soll Johnson & Johnson bezahlen, weil eine Frau durch ein Babypuder des US-Unternehmens Eileiter-Krebs bekommen haben soll. Das hat eine Jury in St Louis in Missouri entschieden. Der Konsumgüter- und Pharmahersteller will in Berufung gehen.

Für Johnson & Johnson ist es nicht die erste Klage im Zusammenhang mit dem Babypuder und dem Inhaltsstoff Talkum, die es in Missouri verliert. In St. Louis wurde J & J bereits in drei Fällen zu insgesamt 197 Millionen Dollar Schadenersatz-Zahlungen verurteilt. Alle drei Fälle sind in Berufung. Andere drei Klagen in den USA wurden bisher entweder zurückgewiesen oder zugunsten des Unternehmens entschieden.

Das jüngste Jury-Urteil ist bisher das höchste, auch wenn die Summe in den USA normalerweise in höheren Instanzen oft deutlich zurückgeschraubt wird. Die 110 Millionen Dollar setzen sich aus 5,4 Millionen Dollar Schadensersatz und 105 Strafzahlungen zusammen.

Insgesamt laufen mehr als 2000 Klagen wegen der Talk-Produkte. Weitere werden nach Angaben der Anwälte hinzukommen. Die Kläger argumentieren, dass Johnson & Johnson nicht auf das Krebsrisiko des Inhaltsstoffs Talkum hingewiesen hat. Die Frage, ob der viel verwendete Talk krebserregend ist, wird derzeit unter Verbrauchern und Wissenschaftlern viel diskutiert. Johnson & Johnson steht auf dem Standpunkt, dass es für den Zusammenhang zwischen Talk und Krebs keinen wissenschaftlichen Beweis gibt.

Katharina Kort
Katharina Kort
Handelsblatt / Korrespondentin

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