Kleinere Konkurrenten holen auf – Markenartikelhersteller blicken optimistischer in die Zukunft
Discounter stoßen an Wachstumsgrenzen

Legten die Billigläden vor zwei Jahren um elf Prozent zu, wuchsen sie nach Berechnungen des Nürnberger Marktforschungsinstituts GfK im vergangenen Jahr zwischen fünf und sechs Prozent.

DÜSSELDORF. Noch zu Jahresbeginn klangen die Meldungen euphorisch: Deutschlands Lebensmittel- Discounthandel, prognostizierte die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG, werde seinen Marktanteil in den kommenden fünf Jahren von 36 auf 45 Prozent ausbauen.

Doch der rasante Siegeszug von Aldi, Lidl und Co., angeheizt durch die „Teuro“-Diskussion unter den Verbrauchern seit Anfang 2002, fährt immer mehr mit angezogener Handbremse. Legten die Billigläden vor zwei Jahren um elf Prozent zu, wuchsen sie nach Berechnungen des Nürnberger Marktforschungsinstituts GfK im vergangenen Jahr zwischen fünf und sechs Prozent. „Im ersten Halbjahr 2004 liegen sie nur noch vier Prozent über dem entsprechenden Vorjahreszeitraum“, sagt GfK-Marktforscher Wolfgang Twardawa. Bei einem Wachstum von 1,5 Prozent im gesamten Lebensmittelhandel bauen sie damit ihren Marktanteil deutlich langsamer aus als in der Vergangenheit.

Wie das Frankfurter Institut A. C. Nielsen berichtet, rutschten die Discounter im Mai sogar erstmals mit ihrem Umsatz ins Minus. 4,3 Prozent hätten sie gegenüber dem Vorjahresmonat verloren, heißt es, allerdings ohne Berücksichtigung von Aldi. Zusammen mit den Umsätzen des Platzhirschs hätte das Ergebnis wohl kaum besser ausgesehen. Im deutschen Discounthandel verliert Aldi wie auch Lidl deutlich Marktanteile an kleinere Wettbewerber. „Vor allem Penny und Plus“, sagt Twardawa, „haben ihr Filialnetz modernisiert und schließen zu den Marktführern auf.“ Lidl habe bis Mai weniger als ein Prozent zugelegt, berichtete der GfK-Handelsexperte, und auch Aldi sei hinter den übrigen Lebensmitteldiscountern zurückgeblieben.

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