Klickbus: Samwer-Brüder starten Fernbusportal

Klickbus
Samwer-Brüder starten Fernbusportal

Mit Zalando sind die Samwer-Brüder schon groß im Geschäft, jetzt setzen sie auf den Markt für Fernbus-Reisen: Das Portal Klickbus will mit einem neuen Service die Konkurrenz ausstechen – nicht nur in Deutschland.
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BerlinDie Start-up-Schmiede Rocket Internet nimmt den deutschen Markt für Fernbus-Reisen ins Visier. Die Berliner Firma startet das Portal Klickbus, bei dem man Preise vergleichen und Reisen buchen kann. Es bindet zunächst fünf große Anbieter ein, die gut 90 Prozent der Routen abdecken, wie Klickbus-Chef Felix Hartz am Freitag sagte.

Obwohl bereits mehrere Preisvergleichs-Portale im Netz sind, sieht Hartz eine Marktlücke. „Bei Hotel- oder Flugbuchungen gibt es viele Angebote, bei denen Kunden Preise vergleichen und auch gleich buchen können. Für Fernbus-Reisen gab es so etwas noch nicht“, betonte er. „Wir haben 94 Prozent der Fernbus-Strecken im Angebot“, sagte Hartz.

„Die große Herausforderung ist die Integration“, sagte Hartz. Denn verschiedene Anbieter hätten unterschiedliche Buchungssysteme und Tarifstrukturen. Die „Integration zur direkten Buchung“ sei noch nicht bei allen abgeschlossen, „aber in der Mache“. Klickbus bekommt eine Gebühr von den Anbietern für vermittelte Reisen. „Es ist ein Geschäft mit niedriger Rendite, aber das wird durch das hohe Volumen ausgeglichen“, sagte Hartz.

Bis Jahresende wolle Rocket Internet ähnliche Portale in rund einem Dutzend Länder in Europa, Asien und Lateinamerika starten, berichtet der „Spiegel“. Seit dem Start eines ähnlichen Dienstes in Brasilien im zweiten Halbjahr verdoppele sich das Geschäft dort jeden Monat, sagte Hartz.

Damit das neue Portal schnell bekannt wird, investiert Klickbus „gerade in der Frühphase stark ins Marketing“ und hat entsprechende Vereinbarungen mit Google getroffen. Wer demnächst bei Google nach einer Fernbusverbindung sucht, bekommt Klickbus als eines der ersten Ergebnisse angezeigt.

Die Zahl der Fernbusverbindungen ist seit der Marktöffnung Anfang 2013 rasant gewachsen. Ende Dezember 2013 gab es nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums 221 Verbindungen – ein Jahr zuvor waren es 86 gewesen.

Der Geldgeber hinter Klickbus ist die Investmentfirma Rocket Internet der Brüder Marc, Oliver und Alexander Samwer. Rocket Internet ist weltweit an einer Reihe von Internet-Unternehmen beteiligt, etwa am Modehändler Zalando. Die Investmentfirma bezeichnet sich selbst als „der größte Internet-Brutkasten der Welt“.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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