Klimaschutz-Händler neutralisieren Schadstoffbilanz von Produkten und Dienstleistungen
Emissionshandel ermöglicht neues Geschäftsmodell

Über 450 Handels- und Dienstleistungsunternehmen bieten mittlerweile klimafreundlich erzeugte Waren und Dienstleistungen für Firmen und Privatkunden an. Die Verkaufsprovision fließt in den Umweltschutz.

BERLIN. Nicht nur große Energieverbraucher, die von der Europäischen Union zum Handel mit Verschmutzungsrechten für das klimaschädliche Kohlendioxid verpflichtet sind, können sich im Klimaschutz engagieren. Über 450 Handels- und Dienstleistungsunternehmen bieten mittlerweile klimafreundlich erzeugte Waren und Dienstleistungen für Firmen und Privatkunden an. Darüber hinaus können Firmen klimaneutral Veranstaltungen organisieren lassen, Produkte und Dienstleistungen entwickeln und öffentlichkeitswirksam vermarkten.

Mit dem Geschäftsmodell dazu startet jetzt die Klimaschutzinitiative climatepartner.com, die von der Sustainable Partner GmbH in Frankfurt geleitet wird. Zu den Partnern zählen Travelscout 24, Germanwings, Tchibo, Otto und Douglas. Als erstes großes Projekt hat die Initiative im letzten Herbst die durch die DVD zum Klimakatastrophen-Triller „The day after tomorrow“ entstandenen Umweltschäden für die Twentieth Century Fox Home Entertainment „neutralisiert“.

Das „Neutralisieren“ funktioniert so: Der bei Produktion, Vertrieb und Verwendung entstandene und entstehende Kohlendioxidausstoß wird berechnet und durch Investitionen in Klimaschutzprojekte ausgeglichen, die Emissionen andernorts in gleichem Umfang senken. Für jeden Verkauf über seine Internet-Seite erhält Sustainable Partner von den Firmen eine Provision, die in Klimaschutzprojekte fließt. Der Käufer erhält die Produkte und Dienste ohne Aufpreis und bekommt anerkannte Kohlendioxid-Zertifikate, die dann durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers stillgelegt werden, wie Moritz Lehmkuhl, Geschäftsführer von Sustainable Partner, erläutert.

Möglich macht das die mit dem Emissionshandel verbundene Zertifizierung von Klimaschutzprojekten. Sustainable Partner kauft über einen seiner Gesellschafter, die Beratungsagentur für Emissionshandel 3c, Verschmutzungsrechte für Kohlendioxid auf. Das erste Paket kam 2004 von der Dresdner Bank und rührte aus einigen bereits vor dem EU-Handel realisierten Emissionsminderungsprojekten her, die nachträglich von der EU zertifiziert wurden.

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