Klinikbetreiber hält an Prognose fest
Rhön Klinikum profitiert von Privatisierungen

Ein boomende Geschäft mit der Übernahme und Sanierung von Kliniken bringt dem Krankenhausbetreiber eine Gewinnsteigerung von 2,5 %.

HB DÜSSELDORF. Der Krankenhausbetreiber Rhön Klinikum hat in den ersten neun Monaten 2004 Umsatz und Gewinn gesteigert. Zugleich bekräftigte das Unternehmen seine Jahresprognose.

Der Umsatz sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um neun Prozent auf 774 Millionen Euro gewachsen, teilte das im Nebenwerteindex MDax gelistete Unternehmen am Dienstag mit.

Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Umsatz von 769,4 Millionen Euro gerechnet. Unter dem Strich habe der Nettogewinn in dem Zeitraum 56,5 Millionen Euro betragen, ein Plus von 2,5 Prozent. Analysten hatten im Durchschnitt 56,9 Millionen Euro erwartet. „Wegen der Übernahme einiger Kliniken ist der Gewinn dieses Mal nicht ganz so hoch ausgefallen“, sagte eine Rhön-Sprecherin.

Für das Gesamtjahr halte Rhön daran fest, einen Konzerngewinn von 76 Millionen Euro erreichen zu wollen. „Beim Umsatz gehen wir von etwas mehr als eine Milliarde Euro für dieses Jahr aus“, bekräftigte die Sprecherin. Rhön hatte angekündigt, im Gesamtjahr ohne Zukäufe einen Umsatz von rund eine Milliarde Euro zu erreichen.

Rhön ist spezialisiert auf die Übernahme und Sanierung von Kliniken und profitiert von dem zunehmenden Privatisierungsdruck bei öffentlichen Krankenhäusern. Rhön habe weiterhin die aus dem „Systemdruck entstehenden Übernahmechancen“ im Blick, erklärte Rhön-Chef Eugen Münch. Finanzchef Manfred Wiehl hatte vor kurzem angekündigt, das Unternehmen könne pro Jahr bis zu acht Kliniken übernehmen.

Dieses Jahr hat Rhön Kliniken sieben Kliniken erworben. Vier davon seien bereits konsolidiert, sagte die Sprecherin.

Der seit dreißig Jahren bestehende Klinikbetreiber war 1988 als Aktiengesellschaft aus der ehemaligen Rhön-Klinikum GmbH hervorgegangen. Inzwischen zählen mehr als 30 Kliniken zu dem Unternehmen, das 1989 als erster deutscher Klinikbetreiber an die Börse gegangen war. In den ersten neun Monaten sind in den Kliniken von Rhön etwa 15 Prozent mehr Patienten, insgesamt 448,600, behandelt worden als im Jahr zuvor.

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