Kliniken betroffen
Sanicare stellt Arzneimittel-Lieferung ein

Die Insolvenz der Versandapotheke Sanicare könnte bei rund 50 deutsche Krankenhäusern zu Medikamentenengpässen führen. Das Unternehmen hat bereits am Dienstag aufgehört, Kliniken mit Arzneien zu beliefern.
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Bad LaerDie zahlungsunfähige Versandapotheke Sanicare hat die Belieferung von rund 50 Kliniken mit Medikamenten gestoppt. „Seit Dienstagabend können wir nicht mehr garantieren, dass die Ware an die betroffenen Krankenhäuser ausgeliefert wird“, hieß es am Donnerstag aus der Insolvenzverwaltung. Grund für die bundesweite Einstellung sei, dass Zulieferer des Unternehmens aus Bad Laer bei Osnabrück ihrerseits Schulden befürchteten, wenn sie weiter Material an Sanicare abgeben. Mit den Gläubigern - mehr als 1000 einzelnen Lieferanten - sollen nun rasch Gespräche geführt werden. Die „Neue Osnabrücker Zeitung“ (Freitag) hatte über den Lieferstopp bei Sanicare berichtet.

Der Geschäftsbereich sei zudem nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben, ergänzte der Sprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters Ralph Bünning: „Es ist ein Feld, das auf keinen Fall mehr für schwarze Zahlen taugt.“ In der vorigen Woche hatte das Unternehmen noch versichert, dass Großkunden weiter beliefert werden könnten.

Die Sanicare-Gruppe versorgt auch Hunderte Pflegeeinrichtungen und Arztpraxen mit Arzneimitteln. Der Bundesverband Deutscher Krankenhausapotheker warnte vor den mögliche Folgen einer Aussetzung.

Nach Informationen der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ verhandelt inzwischen eine Reihe von Interessenten mit Sanicare über einen möglichen Einstieg. „Wir haben eine stattliche Zahl, kleinere wie größere Firmen und internationale Investoren“, erklärte die Insolvenzverwaltung. Zu Details wollte sie sich aber nicht äußern. Dem Zeitungsbericht zufolge könnte auch Europas Branchenführer Doc Morris zum Zuge kommen. Die Niederländer wollten ein Interesse demnach weder dementieren noch bestätigen.

Die Familie des Chefs der Sanicare-Gruppe hatte nach dessen Tod einen sogenannten Nachlassinsolvenzantrag gestellt. Unter anderem sind auch drei niedergelassene Apotheke von der Pleite betroffen. Insgesamt geht es um die Arbeitsplätze von über 500 Beschäftigten.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Von denen Mitarbeitern die vor dem Start entlassen wurden redet heute niemand, die Kliniken wurden doch offenbar von kleineren Apotheken beliefert, oder hatten selbst eine Krankenhausapotheke. Ja dann kam die Erlösung in Form des Diskounters Sanicare. Schlecker lässt grüssen. Die Rot/Grüne Ulla Schmidt hat das doch offenbar genehmigt, komischerweise wurden doch zu der Zeit die maroden Krankenkassen gerettet. Sprich aushandeln von Rabatten bis 100% zu gunsten der Kassen, kann nicht gut gehen.

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