Knapp 47 Millionen Euro für Online-Reisebüro
Lastminute.com übernimmt deutschen Namensvetter

Lastminute.com, nach eigenen Angaben führender Internet-Reisevermittler Europas, hat seinen deutschen Namensvetter und Konkurrenten Lastminute.de geschluckt. Die Briten zahlten dafür knapp 47 Millionen Euro.

HB LONDON. Damit übernehme der britische Online-Anbieter auch in Deutschland als größtem Reisemarkt in Europa die Marktführerschaft, teilte das Unternehmen am Mittwoch in London mit. Lastminute.de war 1994 von der Internettechnologie-Gruppe Anixe und der Cinetic Medientechnik gegründet worden und hatte 2003 auch einen eigenen Fernseh-Kanal gestartet.

Der Kaufpreis entspricht knapp dem Umsatz von Lastminute.de im vorigen Jahr von 50 Mill. €. Trotz der schweren Krise der Reisebranche hatte Lastminute.de seinen Umsatz erneut gesteigert und einen Vorsteuergewinn von 2,6 Mill. € erzielt.

Der größere britische Konkurrent ist ebenfalls seit mehreren Jahren mit einer deutschsprachigen Web-Site im Online-Reisegeschäft aktiv. Branchenexperten gehen davon aus, dass die Existenz eines Namensvetters die Expansion in Deutschland für Lastminute.com stark beeinträchtigt hat. Lastminute.com bezahlt die Hälfte des Kaufpreises in bar, die andere Hälfte in Aktien.

Mit dem Aufkommen der Billigfluggesellschaften, die größtenteils per Internet gebucht werden, nahm in den vergangenen beiden Jahren auch das zunächst nur langsam wachsende übrige Online-Geschäft mit Reisen zu.

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