Kölner Brauerei Gaffel wagt den Schritt in die Altbiermetropole Düsseldorf
Kölschtrinker im Alt-Land

Kölsch ist nicht nur ein Getränk, sondern auch eine Lebensart. Davon sind die Einwohner von Köln seit Urzeiten überzeugt.

HB DÜSSELDORF/KÖLN. Das hellgelbe, hopfenbetonte Bier ist seit Jahrhunderten das bevorzugte Getränk der Domstädter – nicht nur zur Karnevalszeit. Seine Verbreitung blieb aber bisher weitgehend auf den Regierungsbezirk Köln begrenzt. Lediglich in Berlin gibt es eine nennenswerte Enklave von Kölschtrinkern. Im benachbarten und verhassten Düsseldorf hingegen trinkt man seit altersher dunkles Altbier.

Jetzt hat die Kölner Privatbrauerei Gaffel als erste Kölsch-Brauerei die Demarkationslinie zu den nördlichen Nachbarn überquert und einen offiziellen Kölsch-Brauerei-Ausschank in Düsseldorf eröffnet: Im „Eigelstein“ im Düsseldorfer Medienhafen fließt seit einigen Tagen das obergärige Bier aus der – traditionell ungeliebten – Nachbarstadt in die handlichen 0,2-Liter-Stangen.

Der erwartete Proteststurm heimischer Altbier-Fanatiker blieb bisher aus, die Fensterfront der Gaststätte blieb heil. Im Gegenteil: „Wir spüren jetzt schon eine große Akzeptanz und sind mit den Umsätzen der ersten Tage ganz zufrieden“, sagt Jörn Klingenheben, der mit seinen Partnern Malte Wienbreyer und Jürgen Köster unter dem Namen „Die Gastro-Macher“ firmiert und gemeinsam mit ihnen das Konzept des „Modernen Kölner Brauhauses“ entwickelt hat.

Die drei Gastro-Macher, die das „Eigelstein“ auch betreiben, haben die wesentlichen Stilelemente einer typischen Kölner Kneipe – wie die langen, schmalen Tische – erhalten. Hier werden aus Fremden schnell Freunde, vorausgesetzt, sie trinken Kölsch. „Drink doch eene met“, singt seit Jahrzehnten die Kölner Kult-Band „Bläck Fööss“ und verbreitet damit das Bild von der integrativen Stammkneipe, in der niemand – ob arm oder alt – vom Kölschgenuss ausgeschlossen wird.

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