Kommendes Jahr soll die Fachausstellung erstmals in China stattfinden: Sportmesse Ispo kommt wieder in Fahrt

Kommendes Jahr soll die Fachausstellung erstmals in China stattfinden
Sportmesse Ispo kommt wieder in Fahrt

Die Ispo macht wieder Boden gut. Nach drei schweren Jahren ist die Zahl der Aussteller auf der größten Sportmesse der Welt in diesem Jahr erstmals wieder kräftig gestiegen.

jojo MÜNCHEN. Rund 1 650 Hersteller werden ihre neuesten Produkte vom ersten bis zum vierten Februar in den Hallen der Münchener Messe präsentieren. Das sind fast 150 mehr als im Vorjahr.

Trotz der ermutigenden Zeichen will sich Manfred Wutzlhofer, Chef der Münchener Messe, künftig aber nicht mehr allein auf den Standort München verlassen: Für März 2005 plant der Manager zum ersten Mal eine Ispo in China. „Wir wollen unseren Ausstellern den Weg in die asiatische Märkte ebnen und den asiatischen Händlern den Zugang zu neuen Märkten und Produkten ermöglichen“, begründet Wutzlhofer den Vorstoß nach Schanghai.

Doch auch in München laufen die Geschäfte wieder wesentlich besser als in den vergangenen Jahren. Weil große Sportartikelkonzerne ihre Messeauftritte drastisch reduzierten – Puma verabschiedete sich sogar ganz –, hatte die Ispo zuletzt schwer zu kämpfen. Junge, trendige Messen machten der in die Jahre gekommenen Ausstellung Konkurrenz. Mit Hilfe vieler kleinerer, innovativer Hersteller kann Ispo-Chef Peter Knoll die Lücken nun wieder schließen. „Wir sind heute viel breiter aufgestellt als früher“, sagt Knoll. „Wir haben uns den eigenen Nachwuchs herangezogen. Damit sind wir nicht mehr abhängig von den Großen.“ Das ganze Jahr über kümmern sich die Messemacher inzwischen um kleine Sportartikelproduzenten, die später zu regelmäßigen Ausstellern werden sollen.

Der Handel zeigt sich mit der Entwicklung der Ispo zufrieden. Als Ordermesse habe die Ispo zwar ausgedient, sagt Klaus Jost, Vorstand der Fachhändler-Vereinigung Intersport. Der größte Einkaufsverbund Deutschlands kaufe ohnehin nicht in der Hektik der Messe ein. Es sei jedoch nach wie vor wichtig, dass in kürzester Zeit viele Kontakte geknüpft und viele Termine erledigt werden könnten. Eigene Hausmessen können sich nach Ansicht von Jost nur Branchengrößen wie Adidas-Salomon erlauben. Der zweitgrößte Sportartikelproduzent der Welt zeigt seine Kollektionen das ganze Jahr über in seiner Zentrale in Herzogenaurach.

Die Ispo findet zweimal im Jahr statt, im Winter und im Sommer. Die Winterschau scheint das Tief nun zwar überwunden zu haben. Die Messe im Sommer habe aber nach wie vor zu kämpfen, gibt Messemacher Knoll zu. Details will er nicht nennen.

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