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Kommentar: Auslese über den Wolken

Wer ein erfolgreicher Billigflieger werden will, braucht keine billigen Tickets, sondern in erster Linie eine gesunde Kostenstruktur. Der penible Blick auf die Ausgaben wird umso wichtiger, je höher der Ölpreis klettert und je tiefer die Flugpreise angesichts eines ruinösen Konkurrenzkampfs fallen.

Tickets zum Preis einer Kinokarte? Was die Kundschaft begeistert, wird für die meisten der 65 Billigflieger in Europa zum Millionengrab. Bisher haben nur Ryanair und Easyjet nachhaltig bewiesen, dass sie ein hocheffizientes Geschäftsmodell betreiben, das auch Krisen aushält. Beide haben inzwischen eine Größe erreicht, die ihnen nicht nur Bekanntheit quer durch Europa bringt, sondern auch wertvolle Kostenvorteile gegenüber vielen kleinen Anbietern.

Das finanzielle Aus für die deutsche Mini-Airline V-Bird und die mit 21 Jets weit größere Volare dürfte nur Vorspiel sein für einen größeren Ausleseprozess am Himmel. Das Gros der Billigflieger verbrennt derzeit Geld und lebt von den Reserven; die aber sind nicht selten so klein wie ihre Ticketpreise.

Matthias Eberle
Matthias Eberle
Handelsblatt / Ressortleiter Ausland
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