Konjunkturerholung
Marktforscher GfK legt im dritten Quartal zu

Die kräftige Konjunkturerholung macht sich auch beim Marktforscher GfK bemerkbar. Im dritten Quartal legten Umsatz, Gewinn und Profitabilität des Nürnberger Unternehmens zu.
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HB NÜRNBERG. Deutschlands größter Marktforscher GfK profitiert immer mehr von der kräftigen Konjunkturerholung. Nach einem starken dritten Quartal wies der Nürnberger Konzern für die ersten neun Monate 2010 deutliche Zuwächse beim Umsatz, dem operativen Gewinn und der Profitabilität aus. Die zuletzt im Sommer angehobenen Jahresprognosen wurden aber nicht weiter erhöht. An der Börse verteuerten sich GfK-Aktien am Mittwoch um mehr als drei Prozent auf 31,82 Euro.

Von Januar bis September stieg der GfK-Umsatz zum Vorjahr um 10,8 Prozent auf 931 Mio. Euro. Das um Sondereffekte wie Währungsschwankungen, Restrukturierungen oder Abschreibungen nach Übernahmen bereinigte operative Ergebnis kletterte sogar um ein Drittel auf 120 Mio. Euro. Die operative Marge lag bei 12,9 Prozent und damit mehr als zwei Punkte höher als vor Jahresfrist.

DZ-Bank-Analyst Arne Rautenberg kommentierte, die Geschäftszahlen hätten die durchschnittlichen Markterwartungen und auch die höchste Schätzung übertroffen. Weitere Details zum dritten Quartal sollen am 15. November veröffentlicht werden.

Für das Gesamtjahr 2010 peilt die GfK - bekannt für ihren Konsumklima-Index und die Erhebung der TV-Einschaltquoten - ein Umsatzplus von bis zu sechs Prozent an. Die operative Marge soll bis zu 13,5 Prozent erreichen. Damit würde die GfK ihr Niveau von 2008 übertreffen, also vor der heftigen Wirtschaftskrise, die auch die Marktforschungsbranche in Mitleidenschaft zog.

Beide Prognosen dürften am oberen Ende rauskommen, so die GfK. Analyst Rautenberg erwartet sogar, dass die Ziele übertroffen werden könnten. „Wir rechnen derzeit nicht mit einer massiven Verlangsamung im vierten Quartal.“

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