Konjunktursorgen
Düsterer Ausblick – Ausverkauf bei Post-Aktien

Der weltweite Wirtschaftsabschwung macht immer mehr Unternehmen zu schaffen. Nach den Banken und Autobauern erwischt es nun auch die Logistikunternehmen. Die Deutsche Post etwa verdient deutlich weniger als im letzten Jahr; ähnliches gilt für den niederländischen Konkurrenten TNT. An der Börse brechen die Aktienkurse ein.

HB BONN. Die Deutsche Post hat wegen der Abschwächung der Weltwirtschaft im dritten Quartal einen Gewinnrückgang verbucht und ihre Prognose für das Gesamtjahr 2008 gesenkt. Seine Ziele für 2009 kassierte der Konzern komplett.

Das Ebit vor Einmaleffekten sei im dritten Quartal um acht Prozent gegenüber den 468 Millionen Euro aus dem Vorjahr eingebrochen, teilte die Post am Montag mit. Seine Prognose für das Gesamtjahr kürzte der Konzern um rund 500 Millionen Euro und erwartet 2008 nunmehr ein Ebit vor Einmaleffekten von rund 2,4 Milliarden Euro (zuvor: 2,9 Milliarden Euro ohne die Postbank).

Ein Grund für die Kürzung war vor allem die weiter enttäuschende Entwicklung des Expressgeschäfts in den USA. Die konjunkturellen Probleme würden auch die Aussichten für 2009 "massiv beeinflussen", hieß es weiter. Obwohl der Vorstand weiter von einem Ergebnisanstieg für 2009 ausgehe, ziehe er seine bisherige Prognose von rund 3,4 Milliarden Euro zurück.

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"Das dritte Quartal war sicherlich nicht einfach, und wir gehen davon aus, dass auch in naher Zukunft das gesamtwirtschaftliche Umfeld weiterhin schwierig bleiben wird", sagte Finanzvorstand John Allan am Montag. Das Expressgeschäft, welches in den USA seit Jahren hohe Verluste erzeugt, litt dort am stärksten unter dem Einbruch. Aber auch in anderen Regionen kam es zu Volumenrückgängen, welche allerdings durch Kostensenkungsmaßnahmen abgemildert wurden. Neben dem Expressgeschäft sollen auch alle anderen Sparten im Gesamtjahr unter den bisherigen Prognose liegen.

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