Konkurrenz lehnt Verkauf an Bahn ab: Deutsche Bahn will VTG übernehmen

Konkurrenz lehnt Verkauf an Bahn ab
Deutsche Bahn will VTG übernehmen

Die Bahn könnte den Zuschlag für den Kauf der Tui-Logistiktochter VTG bekommen. Die Konkurrenz lehnt das ab und fürchtet eine Monopolstellung der Bahn.

HB BERLIN. Beim geplanten Verkauf der TUI-Logistiktochter VTG hat die Deutsche Bahn offenbar gute Chancen, den Zuschlag zu bekommen. Wie die «Welt am Sonntag» (WamS) ohne Angabe von Quellen vorab berichtete hat es die Bahn unter die letzten drei Bewerber für einen Kauf von VTG geschafft.

Der Berliner Konzern konkurriert in der letzten Bieterrunde mit der französichen Staatsbahn SNCF und der Schweizer Güterbahn SBB Cargo, schreibt die «WamS». Die Tui wollte lediglich bestätigen, dass das Auktionsverfahren in Gang sei, berichtete die «WamS». Bei der Bahn hieß es hingegen, man stehe nicht in Verhandlungen.

Dass die Bahn ihre Stellung auf dem deutschen Schienengüterverkehr durch die Übernahme noch steigern könnte, stößt der «WamS» zufolge bei der Konkurrenz auf Widerstand. Dort befürchte man eine Remonopolisierung des Marktes und habe deshalb ein juristisches Gutachten in Auftrag gegeben. Dieses komme zu dem Ergebnis, dass die beherrschende Marktstellung der Bahn durch den VTG-Kauf verstärkt werde und «zum Schaden der Industrie ein wirksamer Wettbewerb erheblich behindert würde», zitiert das Blatt aus der Studie. Erst kürzlich hatte die Bahn den Kohlelogistiker RAG Kohlebahnen übernommen. Der Kauf wird allerdings kartellrechtlich geprüft.

Tui hatte bereits im letzten Jahr angekündigt, sich von der Logistiktochter VTG trennen zu wollen. VTG beschäftigt rund 500 Mitarbeiter und verbuchte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 400 Millionen Euro.

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