Konkurrenzdruck sorgt für Strategie-Änderung
Hintergrund: Das Luxus-Terminal der Lufthansa

Die Deutsche Lufthansa will mit exklusiver Leistungen für Vielflieger und First Class-Kunden neue Passagiere gewinnen und sich vom Billigtrend in der Luftfahrt absetzen. Ein erster Schritt ist die Eröffnung des neuen Luxus-Terminals am Frankfurter Flughafen für insgesamt 14,8 Millionen Euro.

HB FRANKFURT/MAIN. Vom 1. Dezember an sollen dort täglich im Durchschnitt 350 Fluggäste individuell abgefertigt werden, sagte der Lufthansa-Vorstandsvorsitzende Wolfgang Mayrhuber am Mittwoch bei der Präsentation des Gebäudes.

Am neuen Terminal können die Passagiere zum Beispiel ihr Auto einem Chauffeur übergeben, der es dann zum Parkhaus bringt. Die Ticket- und Passkontrolle erfolgt in dem 1800 Quadratmeter großen Gebäude ohne Schalter und Wartezeiten. Danach bringt ein Chauffeur den Reisenden mit einer Luxuslimousine direkt zum Flugzeug.

Das neue Terminal steht allen Gästen der First Class zur Verfügung. Zudem können dort extreme Vielflieger, die innerhalb von zwei Jahren mindestens 600 000 Bonus-Meilen erreichen, einchecken. Diese Bonus-Zahl erreichen zum Beispiel Kunden, die alle zwei Monate in der ersten Klasse von Deutschland nach Tokio fliegen.

Die Lufthansa will mit dem Terminal ihr Premium-Angebot stärker vom übrigen Angebot abgrenzen. „Luxus und Topqualität statt immer nur Geiz ist geil“, sagte Lufthansa-Bereichsvorstand Carsten Spohr. Lufthansa biete weltweit täglich rund 1400 Plätze in der First Class an. Für 2006 plant die Lufthansa ein ähnliches First-Class-Angebot in München.

Nachdem einige andere Fluggesellschaften die Erste Klasse abgeschafft hätten, rechne die Lufthansa hier mit einem weiteren Wachstum, sagte Mayrhuber. Zahlen nannte er nicht.

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