Konsolidierung: Fluglinien im Kampf um die Lufthoheit

Konsolidierung
Fluglinien im Kampf um die Lufthoheit

Das neue Jahr beginnt in der Luftfahrtbranche mit einem Paukenschlag: Nicht die Lufthansa, sondern Air France-KLM wird sich aller Voraussicht nach an der italienischen Fluggesellschaft Alitalia beteiligen. Das ist nur ein Beispiel dafür, dass sich die Branche in einer entscheidenden Phase befindet.

FRANKFURT. Das neue Jahr beginnt in der Luftfahrtbranche mit einem Paukenschlag: Nicht die Lufthansa, sondern Air France-KLM wird sich aller Voraussicht nach an der italienischen Fluggesellschaft Alitalia beteiligen. Der Konzern habe kein Angebot für die kürzlich neu gegründete italienische Gesellschaft abgegeben, sagte ein Lufthansa-Sprecher gestern. Stattdessen strebe man eine Zusammenarbeit mit Alitalia im Luftfahrtbündnis Star Alliance an.

Damit dürfte nun der Weg für Air France-KLM frei sein: Angesichts des Desinteresses der eigentlich favorisierten Deutschen sprachen sich das Alitalia-Eigentümerkonsortium CAI und die italienische Regierung für eine Zusammenarbeit mit dem französisch-niederländischen Lufthansa-Rivalen aus. Medienberichten zufolge will Air France-KLM bis zu 300 Millionen Euro für einen Anteil an der kürzlich neugegründeten Gesellschaft von maximal 25 Prozent auf den Tisch legen.

Damit kommt schon früh Schwung in die Neuordnung des europäischen Luftraums, für die 2009 nach Ansicht von Marktexperten das bislang wichtigste Jahr sein wird. Im Mittelpunkt stehen neben Lufthansa und Air France-KLM noch British Airways. Das Wettrennen zwischen den dreien ist voll entbrannt, wenngleich die Aussichten und Strategien unterschiedlich sind.

Der neue Schwung in der Konsolidierung hat mehrere Gründe. Zum einen wird der Luftverkehr langsam aber kontinuierlich liberalisiert. Ein wichtiger Baustein ist der seit Anfang 2008 freigegebene Luftverkehr zwischen Europa und Nordamerika (Open Skies). Damit können nun auch Überseeflüge von anderen Standorten als dem Heimatflughafen aus angeboten werden. Die benachbarten Länder und deren Fluglinien mitsamt der Start- und Landerechte werden für die Airlines attraktiver.

Der wohl größte Treiber ist aber die aktuelle Krise. Giovanni Bisignani, Chef des Weltluftfahrtverbandes IATA, spricht mittlerweile von den "härtesten Bedingungen seit 50 Jahren". Gerade die kleinen Airlines werden durch steigende Kosten und schleppende Nachfrage in die Zange genommen. Vielfach, wie etwa im Fall der künftig von Lufthansa geführten Austrian Airlines (AUA), schieben sie hohe Schuldenberge vor sich her, müssen aber gleichzeitig ihre Flotte erneuern.

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