Konsolidierung
Thomas Cook lässt mit guten Zahlen aufhorchen

Der angeschlagene Reiseveranstalter Thomas Cook zeigt sich optimistisch. Umsatz und Marge sind laut Konzernspitze stabil. Zugleich bekennt sich das Unternehmen zum Standort Deutschland und macht sich neue Hoffnungen.
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FrankfurtDer Deutschland-Chef des angeschlagenen Reisekonzerns Thomas Cook hat sich zufrieden mit dem derzeitigen Geschäftsverlauf gezeigt. „Bis heute liegen wir bei den Sommerbuchungen nur knapp ein Prozent unter Vorjahr“, sagte Thomas-Cook-Manager Peter Fankhauser der „WirtschaftsWoche“. Der Umsatz sei dank gestiegener Preise sogar stabil, ebenso die Marge. „Das ist ein gutes Resultat für uns.“

Der TUI -Rivale Thomas Cook kämpft mit Verlusten. Der arabische Frühling hatte dem britisch-deutschen Reisekonzern im vergangenen Jahr das Geschäft in Urlaubsländern wie Tunesien, Ägypten oder Marokko verdorben.

Das Unternehmen geriet in ernste finanzielle Schwierigkeiten und musste im November mit einer Finanzspritze von Gläubigern über Wasser gehalten werden. Der zweitgrößte europäische Reiseveranstalter, zu dem Anbieter wie Neckermann und Öger Tours gehören, stellt daher derzeit alle Geschäftsbereiche auf den Prüfstand.

Deutschland-Chef Fankhauser rechnet aber offenbar nicht mit einem Verkauf der deutschen Geschäftsbereiche. „Das deutsche Veranstaltergeschäft ist Kerngeschäft der Gruppe und die Condor ergänzt das Deutschlandgeschäft hervorragend, etwa durch eine gute Abstimmung der Flugziele“, sagte der Manager der „WirtschaftsWoche“. „Nur deshalb erreichen wir eine gemeinsame Rendite von 4,4 Prozent.“

Das „manager magazin“ hatte vor kurzem berichtet, Thomas Cook habe mit der Suche nach einem Investor für den ebenfalls zum Konzern gehörenden Ferienflieger Condor begonnen. Der Geschäftsmann Hans Rudolf Wöhrl habe bereits Interesse gezeigt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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